Seit 13 Jahren! Warum kommt dieses Bauprojekt nicht voran?

Von vier auf
zwei Spuren:
Nach der Neefestraße
war
Schluss mit
dem Ausbau.
Von vier auf zwei Spuren: Nach der Neefestraße war Schluss mit dem Ausbau.  © Sven Gleisberg

Chemnitz - Vierspurig bis zum Dreckhügel: Beim Weiterbau der Schnellstraße Südverbund bummelt das Rathaus nun schon seit Jahren. Wann es weitergeht, ist offen.

Wer vom Heckertgebiet Richtung Neefepark den Überflieger links liegen lässt, fährt etwa 300 Meter vierspurig weiter auf einen bewachsenen Erdhügel zu.

Dann wird die Schnellstraße zur zweispurigen Stelzendorfer Straße. Stadträtin Solveig Kempe (36, CDU) will wissen, wann die Stadt den Engpass zwischen Neefe- und Zwickauer Straße beseitigt.

Schon vor 13 Jahren hätte die Stadt das Bauprojekt beginnen können. Baurecht besteht seit März 2004. 2016 musste das Rathaus eine sogenannte Verlängerung der Bindungswirkung beantragen. Sonst wäre das Baurecht verfallen.

"Anwohner des Wohngebiets zwischen Stelzendorfer und Bahnstraße klagen über Verkehrslärm und Brummis, die eigentlich dort gar nicht fahren dürfen“, so die CDU-Frau Solveig Kempe.

Sie will wissen: Wann geht es endlich weiter? "Das fragen sich auch viele Anwohner. Mir würde es reichen, wenn der dritte Teil des Südverbundes bis zur Zwickauer Straße ausgebaut würde."

Ursprünglich sollte der Südverbund bis zur Kalkstraße vorangetrieben werden. Ob, das entscheide sich in den nächsten zwei Jahren, so eine Rathaussprecherin. Wann der Bau endlich startet, lässt die Verwaltung offen.

CDU-Stadträtin Solveig
Kempe (36) will wissen,
wann es mit dem Ausbau
weitergeht.
CDU-Stadträtin Solveig Kempe (36) will wissen, wann es mit dem Ausbau weitergeht.  © Sven Gleisberg

Engpass nervt

Kommentar von Caroline Staude

Gut Ding will Weile haben. Doch der Ausbau des Südverbundes liegt nun schon 13 Jahre brach. Der Engpass zwischen Neefe- und Zwickauer Straße nervt Anwohner und Autofahrer gleichermaßen.

Eigentlich hätte die Erweiterung schon lange fertig sein können, wo das Baurecht doch bereits seit 2004 besteht. Und das wäre ja auch noch verfallen, wenn man im Rathaus nicht eine Verlängerung beantragt hätte.

Woran also hängt’s? Eindeutig an der Bummelei im Rathaus. Und die wird in den kommenden zwei Jahren weitergehen. Denn noch ist nicht einmal klar, ob an den ursprünglichen Plänen, den Ausbau bis zur Kalkstraße voranzutreiben, festgehalten wird.

Wann mit dem Beginn der Bauarbeiten zu rechnen ist, ist somit aktuell nicht absehbar. Und wer badet diese Bummelei am Ende aus? Anwohner und Autofahrer.

Titelfoto: Sven Gleisberg


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0