Er pöbelte gegen die Feuerwehr, nun muss der Chemnitzer Arzt zahlen

Kameraden der Chemnitzer Feuerwehr sagten am Montag als Zeugen aus.
Kameraden der Chemnitzer Feuerwehr sagten am Montag als Zeugen aus.  © Harry Härtel/Haertelpress

Chemnitz - Facebook ist kein rechtsfreier Raum - das musste jetzt auch der Chemnitzer Arzt Dr. Christoph G. (52) erfahren. Erst beleidigte er die Kameraden, nun muss er zahlen.

In der Nacht zum 3. Februar 2017 rasten die Chemnitzer Feuerwehren mit Blaulicht und Sirene zu einem Großbrand an die Yorckstraße (TAG24 berichtete). G., der in der Nähe wohnt, war sauer.

Bei Facebook zeterte er: "Ja, und die Arschkrampen von der Feuerwehr mussten kilometerlang mit Martinshorn durch menschenleere Straßen fahren, damit auch ja alle geweckt werden. Unverschämt." (TAG24 berichtete.)

Unverschämt empfand auch der Stadtfeuerwehrverband die Bezeichnung und erstattete Anzeige. Sprecher Dr. Thomas Lange (49): "Die Kameraden riskieren Leib und Leben bei ihren Einsätzen."

Im Amtsgericht verteidigte der Arzt seine Meinung: "Wenn ich im Kreißsaal Hilfe brauche, wecke ich auch nicht gleich das ganze Krankenhaus." Dann entschuldigte er sich: "Ich respektiere die Arbeit der Feuerwehr."

Ursprünglich sollte der Feuerwehr-Hetzer wegen Beleidigung 2700 Euro Geldstrafe bezahlen. Damit wäre der gebürtige Hamburger aber vorbestraft gewesen. Eine Spende in gleicher Höhe an die Feuerwehr erspart ihm die Geldstrafe.

Dr. Christoph G. (52) kam mit einem blauen Auge davon: Er spendet Geld an die Feuerwehr.
Dr. Christoph G. (52) kam mit einem blauen Auge davon: Er spendet Geld an die Feuerwehr.  © Harry Härtel/Haertelpress

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