Wegen Frauen-Quote: Diskussion um Helmut-Kohl-Platz

Der Dresdner Platz vor dem sich noch im Bau befindenden Technischen Rathaus soll nach Helmut Kohl benannt werden.
Der Dresdner Platz vor dem sich noch im Bau befindenden Technischen Rathaus soll nach Helmut Kohl benannt werden.  © Kristin Schmidt

Chemnitz - Sollte eine Straße oder ein Platz in Chemnitz nach Helmut Kohl (1930-2017) benannt werden? Nachdem die Stadtratsfraktion CDU/FDP die Idee schon aufgriff, gibt's bereits erste Gegenstimmen.

"Wir schlagen vor, den Dresdner Platz nach Helmut Kohl zu benennen", so Sandro Schmalfuß (38) von "Stadtbild Chemnitz". "In den Bürokomplex im Contiloch ziehen städtische Behörden. Der Ort rückt damit mehr ins öffentliche Bewusstsein."

Geht nicht, so Stadträtin Christin Furtenbacher (32, Grüne) auf Facebook: "Wenn wir über die Neu- und Umbenennung von Straßen und Plätzen sprechen, dann stehen vorerst nur Namensgeberinnen zur Disposition. So hat es der Stadtrat beschlossen."

Dagegen hält CDU-Mann Alexander Dierks (29): "Helmut Kohl hat - allen unbestreitbaren Verdiensten zum Trotz - den unentschuldbaren Fehler, dass er keine Frau war." Noch 2017 will die Fraktion einen Antrag zur Umbenennung einer Straße einreichen.

Ladies first: Der Stadtrat hatte im März beschlossen, den Anteil weiblicher Straßennamen in der Stadt zu erhöhen - "gemäß Gleichstellungs-Aktionsplan".

Den Antrag brachten SPD, Linke und Grüne ins Parlament ein und ihr Anliegen dann nur knapp durch. 29 Stadträte votierten damals dafür, 20 dagegen.

Helmut Kohl (1930-2017)
Helmut Kohl (1930-2017)  © DPA

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