Freibad Gablenz feiert, Erfenschlag kämpft um Erhalt

Chemnitz - Wechselbad der Gefühle: Während im Freibad Gablenz Chemnitz' größte Pool-Party stattfand, kämpft der Bürgerverein für Chemnitz-Erfenschlag mit einem offenen Brief um den Erhalt des "Erfi".

Seit 2015 setzen sich Felix Kreißel (31) und der Bürgerverein Chemnitz-Erfenschlag für den Erhalt des Freibads ein.
Seit 2015 setzen sich Felix Kreißel (31) und der Bürgerverein Chemnitz-Erfenschlag für den Erhalt des Freibads ein.  © Sven Gleisberg

Trotz Super-Sommer ging es im Freibad Gablenz zum Badfest am Sonntag eher beschaulich zu. Etwa 200 bis 250 Gäste kamen zum Planschen. "Es war lange Zeit bewölkt und nicht ganz so heiß wie Samstag.

Viele Familien bevorzugen den Stausee", so Bademeister Lutz Müller (64). Außerdem kämpft das Bad noch mit den Negativ-Schlagzeilen vom Vorjahr (Übergriffe unter Jugendlichen, TAG24 berichtete). Vor sechs Jahren kamen noch 2000 Gäste. "Das war ein Chaos."

Müller ist zufrieden: "So ist es viel entspannter, gerade bei Wettbewerben wie dem Arschbombencontest haben die Leute mehr Spaß, wenn weniger Gedränge herrscht." Kommenden Sonntag, 11 Uhr feiert Einsiedel sein Badfest.

Von so einer Sause kann der Erfenschlager Bürgerverein nur träumen. Geht es nach der Stadt, soll das "Erfi" platt gemacht werden. Die Initiatoren appellieren deshalb in einem offenen Brief an OB Barbara Ludwig (57, SPD) und Sozialbürgermeister Ralph Burghart (48, CDU).

Darin wirft man der Stadt "respektloses Verhalten vor." Und weiter: "Wir fordern, dass die Verwaltung bis zur Neubefassung im Stadtrat baulich keine unumkehrbaren Fakten schafft, das Becken zuschüttet und Abrisse vornimmt."

Zwischen 200 und 250 Besucher kamen zum Gablenzer Badfest. Das Freibad kämpft noch immer mit den Folgen der Übergriffe von 2018.
Zwischen 200 und 250 Besucher kamen zum Gablenzer Badfest. Das Freibad kämpft noch immer mit den Folgen der Übergriffe von 2018.  © Uwe Meinhold

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