Für 250.000 Euro: Museum möbelt letzten Ikarus-Linienbus auf

Museums-Chefin Claudia Großkopp (39) und ihre Mitstreiter träumen davon, den Bus wieder fahren zu lassen.
Museums-Chefin Claudia Großkopp (39) und ihre Mitstreiter träumen davon, den Bus wieder fahren zu lassen.  © Peter Zschage

Chemnitz - Am Wochenende feiert das Straßenbahnmuseum Chemnitz sein großes "Kappler Straßenbahnfest". Und pünktlich zum 30. Geburtstag haben sich die Macher ein großes Projekt vorgenommen: Sie wollen einen weltweit einzigartigen noch existierenden Ikarus-Linienbus aufmöbeln.

Das Modell heißt "Ikarus 180.22". Bei Experten lässt die Bezeichnung das Herz höher schlagen, denn der Linienbus gilt als ausgestorben. Gebaut wurde das Modell mit 60 Sitzplätzen Anfang der 1970er-Jahre, sechs Fahrzeuge pendelten damals im Chemnitzer Linienverkehr. Doch nur eins ist heute noch übrig - steht im Chemnitzer Straßenbahnmuseum.

Museums-Chefin Claudia Großkopp (39): "Das haben wir aus Berlin bekommen." Dort wurde der seltene Bus vorm Schrott gerettet, steht jetzt als Gerippe im Depot. Rund 250.000 Euro soll die Restaurierung kosten. "Da sind wir natürlich auf Spenden angewiesen", so die Chemnitzerin.

Samstag und Sonntag feiert das Museum an der Zwickauer Straße 164 von 10 bis 18 Uhr, dabei werden auch Spenden gesammelt. Der Eintritt ist frei.

Dieser Anblick dürfte älteren Chemnitzern bekannt sein - der Ikarus 180.22 in voller Aktion.
Dieser Anblick dürfte älteren Chemnitzern bekannt sein - der Ikarus 180.22 in voller Aktion.  © Straßenbahnmuseum Chemnitz

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