Nach Hänels Rücktritt: Sportlicher Offenbarungseid beim CFC!

Will demonstrieren, dass der CFC eine Einheit ist: Trainer Horst Steffen, hier mit Aufsichtsratschef Uwe Bauch (M.) und Sportvorstand Steffen Ziffert beim DFB-Pokalspiel gegen den FC Bayern.
Will demonstrieren, dass der CFC eine Einheit ist: Trainer Horst Steffen, hier mit Aufsichtsratschef Uwe Bauch (M.) und Sportvorstand Steffen Ziffert beim DFB-Pokalspiel gegen den FC Bayern.  © Picture Point/Kerstin Kummer

Chemnitz - Erst führungslos, dann erfolglos: Der CFC nähert sich nach dem 0:3 gegen Würzburg bedrohlich der Abstiegszone! Das war bereits die dritte Heimniederlage.

16 Stunden vor dem Anpfiff erklärte Vereinspräsident Dr. Mathias Hänel seinen Rückzug zum Monatsende. Die Mannschaft reichte gegen den Tabellen-18. den sportlichen Offenbarungseid nach.

„Wir wollten auf dem Platz zeigen, dass wir eine Einheit sind und füreinander kämpfen“, sagte Trainer Horst Steffen. Das gelang in Halbzeit eins. Gezielte Offensivaktionen sah man vom CFC schon da kaum.

Dann musste Kapitän Marc Endres (Fußverletzung) raus. Steffen stellte um. Fortan ging auch die defensive Sicherheit verloren.

Nach dem schnellen Gegentor durch Simon Skalartidis (51.) fielen die Himmelblauen auseinander. Krasse individuelle Fehler der beiden Führungsspieler Julius Reinhardt und Dennis Grote bestraften Sebastian Schuppan (56.) und erneut Skalartidis (84.) umgehend.

„Wenn dir so einfache Fehler passieren, kannst du nicht gewinnen“, ärgerte sich Steffen: „Das war bereits in Meppen so. Da können wir uns anstrengen und beieinander sein, wie wir wollen - so verlierst du deine Spiele.“

Steffen war zu Recht enttäuscht von der Leistung seiner Mannschaft. „Diese Niederlage ist deftig, ein Schlag ins Gesicht. Aber wer einmal auf dem Platz gestanden hat, weiß, was in den Köpfen vorgeht, wenn du zwei Tore innerhalb von fünf Minuten einstecken musst.“

Auch wenn die Spieler nach dem 0:3 versicherten, dass die Turbulenzen in der Führungsebene (Rücktritte zweier Aufsichtsräte und zweier Vorstandsmitglieder) kein Alibi für die Niederlage sein dürfen - spurlos ging das unsägliche Theater nicht an der Mannschaft vorbei.

„Für mich gibt es drei Kriterien für Erfolg: Die Spielerqualität muss da sein. Der Trainer muss vernünftig arbeiten. Und es muss Einigkeit im Verein vorhanden sein“, betonte Steffen. Der Chefcoach hofft, „dass schnellstmöglich wieder Klarheit da ist und eine einheitliche Richtung eingeschlagen wird. Eigentlich darf das Drumherum nicht in die Köpfe der Spieler. Ausschließen kann ich es nicht.“


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