Weil Eigentümerin kein Geld hat: Stadt lässt Gasthaus-Ruine weiter verfallen

Chemnitz - Kein Abriss in Sicht: Das ehemalige Gasthaus "Zum Hirsch" in Schönau gammelt weiter vor sich hin. Wie die Stadt mitteilt, fehlt der Eigentümerin das notwendige Geld, um das Gebäude instand zu halten oder zu sichern.

Seit Februar 2018 schützt eine Absperrung die Bahn- sowie Carl-Hertel-Straße vor herunterfallenden Gebäudeteilen
Seit Februar 2018 schützt eine Absperrung die Bahn- sowie Carl-Hertel-Straße vor herunterfallenden Gebäudeteilen  © Sven Gleisberg

Seit Februar 2018 schützt eine Absperrung die Bahn- sowie Carl-Hertel-Straße vor herunterfallenden Gebäudeteilen (TAG24 berichtete).

Nachbarn sorgen sich: "Bei mir lagen schon Bauteile im Grundstück", sagt Joachim Paulig. Trotzdem tut sich seit zwei Jahren nichts.

"Die derzeitige Eigentümerin wurde aufgefordert, das einsturzgefährdete Gebäude abzubrechen. Dieser Sicherungsmaßnahme kam sie bis heute nicht nach", so Baubürgermeister Michael Stötzer (47, Grüne). Sie sei finanziell nicht in der Lage, entsprechende Maßnahmen vorzunehmen.

Erst wenn sich der Gebäudezustand noch weiter verschlechtert, will die Stadt eingreifen. Einmal pro Woche schaut das Baugenehmigungsamt vorbei.

"Ich finde das schlimm. Die Stadt muss endlich Geld in die Hand nehmen und abreißen. Wir befürchten, dass die Ruine den Winter nicht übersteht", sagt Stadträtin Solveig Kempe (39, CDU), die sich beim Bürgermeister erkundigte.

Kann das Handeln der Stadtverwaltung nicht nachvollziehen: Stadträtin Solveig Kempe (39, CDU).
Kann das Handeln der Stadtverwaltung nicht nachvollziehen: Stadträtin Solveig Kempe (39, CDU).  © Kristin Schmidt

Titelfoto: Kristin Schmidt

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