Streit ums DDR-Gedenken: AfD fühlt sich ausgesperrt

Chemnitz - Streit ums Gedenken an die Opfer des DDR-Volksaufstandes: Die AfD fühlt sich ausgeschlossen, spricht von undemokratischen Sitten. Hanka Kliese (38, SPD) vom Verein Gedenkort Kaßberg kontert: "Wir lassen diese Stätte nicht parteipolitisch missbrauchen!"

Durfte kein AfD-Gedenken abhalten: Nico Köhler (42).
Durfte kein AfD-Gedenken abhalten: Nico Köhler (42).  © Harry Härtel / Härtelpress

Das war passiert: Die AfD wollte am 17. Juni mit zehn Teilnehmern am Kaßberg Blumen ablegen, der Opfer der DDR gedenken.

"Leider war der Gedenkort in der Kaßbergstraße abgesperrt.

Als wir nachfragten, hieß es, der zuständige Verein wolle keine AfD-Feier", schimpft Parteivorstand Nico Köhler (42).

Er fragt ketzerisch: "Darf der Verein entscheiden, wer gute und wer schlechte Gedenker sind?"

"Unfug", sagt Hanka Kliese. "Jeder darf am 17. Juni am offiziellen Gedenken der Vereinigung der Opfer des Stalinismus teilnehmen. Parteiveranstaltungen hingegen haben wir dort noch nie zugelassen, weil wir den Gedenkort nicht instrumentalisieren lassen. Das ist Privatgelände des Vereins - da muss sich jeder an die Regeln halten."

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