Schmuggelware sichergestellt: Kein Mangel an Handys im Knast

Chemnitz - Sachsens Knackis haben offensichtlich gute Verbindungen. Im Zeitraum vom 1. Oktober 2017 bis 1. Oktober 2018 wurden in sächsischen Justizvollzugsanstalten allein 326 Mobiltelefone sichergestellt, teilte das Justizministerium auf Anfrage der Leipziger Abgeordneten Juliane Nagel (40, Linke) mit.

In der Justizvollzugsanstalt Chemnitz an der Reichenhainer Straße stellte man eingeschmuggelte Handys sicher.
In der Justizvollzugsanstalt Chemnitz an der Reichenhainer Straße stellte man eingeschmuggelte Handys sicher.  © Uwe Meinhold

Hinter Schwedischen Gardinen scheint zudem der Handel mit Datenträgern wie USB-Sticks, Memory Cards sowie SD-Karten zu florieren, wie zahlreiche Beschlagnahmungen in diversen Anstalten belegen. Genaue Angaben kann das Ministerium dazu nicht machen - die Funde werden nicht systematisch erfasst.

Beim Anfangsverdacht einer Straftat las die Justiz auch Datenträger aus. Dabei fand man u.a. pornografische Schriften, Indizien für versuchte Nötigung und Strafvereitelung.

Sachsen bemüht sich seit Jahren, dem unrechten Treiben im Knast Einhalt zu gebieten. So wurden Kontrollen verschärft, Fangnetze installiert und ein Handy-Spürhund angeschafft.

Mehr als 326 Mobiltelefone wurden in den sächsischen Gefängnissen sichergestellt. (Symbolbild)
Mehr als 326 Mobiltelefone wurden in den sächsischen Gefängnissen sichergestellt. (Symbolbild)  © 123RF

Mehr zum Thema Chemnitz:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0