Alarm! Lebensrettern geht das Blut aus

Die Blut- und Plasmavorräte gehen auch bei Haema langsam zu Neige.
Die Blut- und Plasmavorräte gehen auch bei Haema langsam zu Neige.

Von Ronny Licht

Chemnitz - Während ganz Chemnitz schnieft und schnäuzt, legt sich so manche Stirn bei den Blutspende-Diensten in Sorgenfalten. Unseren Lebensrettern gehen die Spender aus - es herrscht Alarmstimmung!

Marion Junghans (39) ist Sprecherin des „Haema“-Blutspendezentrums: „Durch die Grippewelle und die Ferienzeit liegen wir ein Drittel hinter den benötigten Spenden. Da die Spender Medikamente wie Antibiotika nehmen, haben sie auch eine Karenz-Zeit einzuhalten.“

Und die kann bis zu sechs Wochen andauern - in dieser Zeit ist Blutspenden unmöglich.

„Die Spenden sind maximal 49 Tage haltbar, sie gehen aktuell spürbar zur Neige“, ist Marion Junghans besorgt.

Grippe-Welle und Ferien bereiten dem DRK große Sorgen.
Grippe-Welle und Ferien bereiten dem DRK große Sorgen.

Benötigt werden vor allem die Blutgruppen 0 und A, auch Plasma wird ständig nachgefragt.

Pro Spende bekommt man bei „Haema“ (Markt 5) eine Entschädigung von bis zu 20 Euro, Termine gibt’s unter Tel. 0371/6 66 27 50.

Auch beim DRK sieht man die Entwicklung mit Sorge.

Sprecherin Kerstin Schweiger (50): „Gerade im Hinblick auf den Oster-Reiseverkehr ist es absolut dringend, jetzt Blut zu spenden. Der Wechsel zwischen Grippe-Welle und Ferien führt zu einer angespannten Konserven-Situation.“

Ihr Kollege Torsten Tonn ist ebenfalls besorgt: „Blut ist nicht künstlich herstellbar und kann letztlich nur von freiwilligen Spendern gewonnen werden.“

Wer jetzt helfen will: In Chemnitz ist das DRK Donnerstag in der Oberschule „Am Flughafen“ (Straße Usti nad Labem 277, 15.30 bis 18.30 Uhr) sowie Freitag in den Grundschulen Mittelbach und Röhrsdorf (jeweils 16 bis 18.30 Uhr) unterwegs.

Weitere Termine findet man unter: www.blutspende.de

Fotos: Uwe Meinhold


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