Sechs Mal ohne Führerschein erwischt: Knast!

Ihre Tränen nutzten nichts: Sandra S. (29) muss hinter Gitter.
Ihre Tränen nutzten nichts: Sandra S. (29) muss hinter Gitter.  © Harry Härtel/Haertelpress

Chemnitz - Drei Geldstrafen und zwei Bewährungen hat sie schon kassiert: Am Dienstag musste Kellnerin Sandra S. (29) wieder vor Gericht. Sie soll erneut ohne Führerschein gefahren sein.

Fünf Vorverurteilungen hat sie wegen Fahren ohne Führerschein seit 2011 gesammelt. Am 29. Oktober 2016 wurde sie von Lars I. (33) in flagranti beobachtet: "Frau S. kam mit einem gelben Fiat die Straße hochgefahren, bog ins Nachbargrundstück ein. Ich wusste, dass sie keinen Führerschein hatte, und rief die Polizei. Ich habe drei Kinder, die gern draußen spielen. Da habe ich mir Sorgen gemacht."

Der gelbe Fiat gehörte Monika S. (52), der Mutter der Angeklagten. Saß Sandra S. wirklich selbst am Steuer? Das Amtsgericht Marienberg war davon überzeugt, hatte ihr drei Monate Knast aufgebrummt - ohne Bewährung.

Unter Tränen beteuerte die junge Frau bei ihrer Berufung im Landgericht Chemnitz: "Ich bin nicht gefahren. Mein Auto habe ich verkauft. An das Auto meiner Mutter komme ich nicht ran."

Am Ende glaubte das Gericht aber dem Hauptzeugen. Die Berufung wurde verworfen - Sandra S. muss drei Monate hinter Gitter. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Titelfoto: Harry Härtel/Haertelpress


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