Versuchter Totschlag! Messerstecher vom Sonnenberg muss in den Knast

Chemnitz - Aus einem Saufgelage wurde ein blutiger Streit: Weil er einen Polen mit einem Taschenmesser lebensgefährliche Verletzungen zufügte, muss der Iraker Najeeb Hussein K. (27) zwei Jahre und neun Monate in den Knast. "Ich kann das alles nicht begreifen", sagte er.

Najeeb Hussein K. (27, l.) wurde wegen lebensgefährlicher Körperverletzung zu Haft verurteilt. Kumpel Mohammad Ali J. (27) kam mit einer Geldstrafe davon.
Najeeb Hussein K. (27, l.) wurde wegen lebensgefährlicher Körperverletzung zu Haft verurteilt. Kumpel Mohammad Ali J. (27) kam mit einer Geldstrafe davon.  © Harry Härtel / Härtelpress

War der Alkoholpegel (2,66 Promille) schuld, dass K. plötzlich zum Messer griff? Mit seinem Kumpel Mohammad Ali J. (27) trank er auf einer Bank am Lessingplatz (TAG24 berichtete).

Zwei Polen tranken mit ihnen. Nachdem K. einen der Polen provokant auf die Wange küsste, eskalierte die Situation. Es kam zum handfesten Gerangel.

J. knöpfte sich den anderen Polen vor. Als K. am Boden lag, griff er zum Messer, fügte seinem Opfer mit einem Taschenmesser eine vier Zentimeter tiefe Wunde im Hals- und Nierenbereich zu.

"Er hat damit eine tödliche Verletzung in Kauf genommen", urteilte Richterin Simone Herberger.

Damit nicht genug: Die Angeklagten gingen zurück in ihre Wohnung und bewaffneten sich mit weiteren Messern.

Die Polizei war in der Zwischenzeit aber schon am Tatort. J. drohte einem Polizisten ("Ich habe Messer"), muss deswegen eine noch unbekannte Geldstrafe zahlen.

Die Polizei war in der Zwischenzeit aber schon am Tatort. J. drohte einem Polizisten ("Ich habe Messer"), muss deswegen eine noch unbekannte Geldstrafe zahlen.

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