Mord in Aue: Prozess bringt weitere Details zur Tat ans Licht

Chemnitz - Im Prozess um den gewaltsamen Tod eines Mannes in Aue sind am zweiten Verhandlungstag weitere Details zum Tathergang bekannt geworden.

Terenc H. (26) gilt als Rädelsführer.
Terenc H. (26) gilt als Rädelsführer.  © Haertelpress

Wie eine Zeugin am Freitag vor Gericht aussagte, hat einer der Angeklagten bei der polizeilichen Vernehmung seine Tatbeteiligung eingeräumt. Er habe ausgesagt, das Opfer mit der flachen Hand geschlagen zu haben, gab die Kriminalpolizistin wieder.

Der 22-Jährige habe in der Vernehmung zudem erklärt, dass der gleichaltrige Mitangeklagte das Opfer mit einem Metallstück geschlagen sowie mit einer Glasscherbe den Arm aufgeschnitten haben soll. Er und ein weiterer Angeklagter hätten versucht, diesen durch "Halt"-Rufe zu stoppen.

Seit dem 5. Dezember müssen sich drei Männer vor dem Landgericht Chemnitz wegen gemeinschaftlichen Mordes verantworten. Die 22 bis 26 Jahren alten Deutschen sollen am 17. April dieses Jahres in Aue einen 27-Jährigen getötet haben. Dabei sollen sie gegen den Mann in einem Abrissgebäude mit äußerster Brutalität vorgegangen sein. Das Opfer erlitt schwerste Gesichts- und Kopfverletzungen und starb an einer Hirnstammprellung und -zertrümmerung.

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Zum Prozessauftakt hatte der 26-Jährige eine Tatbeteiligung bestritten. Die anderen beiden Angeklagten schwiegen vor Gericht.

Ein Handy-Foto, das der mutmaßliche Killer geschossen hat - und das fassungslos macht: Christopher W. liegt tot in der Grube.
Ein Handy-Foto, das der mutmaßliche Killer geschossen hat - und das fassungslos macht: Christopher W. liegt tot in der Grube.
Die Polizei sperrte den Tatort nach dem grausigen Fund ab, sicherte wichtige Spuren.
Die Polizei sperrte den Tatort nach dem grausigen Fund ab, sicherte wichtige Spuren.  © Erz-Foto/Georg Ulrich Dostmann
Die drei Angeklagten müssen sich seit 5. Dezember vor Gericht wegen gemeinschaftlichen Mordes verantworten.
Die drei Angeklagten müssen sich seit 5. Dezember vor Gericht wegen gemeinschaftlichen Mordes verantworten.  © Haertelpress

Titelfoto: Haertelpress

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