Chemnitzer (43) schuldunfähig? Bett in der Psychiatrie angezündet

Chemnitz - Diese irre Zündelei hätte Leben kosten können! Ein Patient soll im September 2019 sein Bett in der Chemnitzer Psychiatrie (Dresdner Straße) angezündet haben.

Heiko J. (43) soll sein Bett in der Chemnitzer Psychiatrie in Brand gesteckt haben.
Heiko J. (43) soll sein Bett in der Chemnitzer Psychiatrie in Brand gesteckt haben.  © Harry Härtel/Haertelpress

Chemnitz - Diese irre Zündelei hätte Leben kosten können! Ein Patient soll im September 2019 sein Bett in der Chemnitzer Psychiatrie (Dresdner Straße) angezündet haben.

13 Personen, darunter Patienten und Pfleger, mussten sich in Sicherheit bringen. Im Sicherungsverfahren am Landgericht Chemnitz soll nun die Schuldfähigkeit des Mannes geklärt werden.

"Plötzlich war da eine anderthalb Meter hohe Flamme und ganz viel Qualm", erinnert sich Pfleger Matthias W. (43). Nur wenige Minuten vorher war der mutmaßliche Zündler Heiko J. (43) eingeliefert worden. Der Alkoholiker wurde in der Innenstadt aufgesammelt, weil er in seinem Erbrochenen lag. "Er war zwar aggressiv, aber nur verbal."

Laut Anklage hat Heiko J. sein Krankenbett mit einem Feuerzeug angezündet und dieses anschließend im Klo runtergespült. Während einer Vernehmung sagte J., er dachte, er sei entführt worden. Mit dem Feuer habe er für Ablenkung sorgen wollen. Vor Gericht schwieg der unter Schizophrenie leidende Chemnitzer, der unter anderem auch wegen Alkoholsucht bereits zehn Mal stationär behandelt wurde.

2010 stand Heiko J. schon einmal wegen Brandstiftung vor Gericht. Damals zündelte er im Elternhaus (sechs Monate auf Bewährung). Urteil folgt.

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