Streit im Drogenmilieu landet vor Gericht: Schlug er einen Rivalen mit dem Hammer nieder?

Chemnitz - In einer Hobbywerkstatt flogen im Juni 2018 die Fäuste - und womöglich auch ein Zimmermanns-Hammer. Zwei Chemnitzer wollten Drogen-Schulden eintreiben. Einer der Angreifer soll mit einem Hammer zugeschlagen haben. Das Landgericht Chemnitz verhandelt wegen räuberischer Erpressung.

Martin H. (40, r.) soll einen Autoschrauber mit einem Zimmermannshammer niedergestreckt haben
Martin H. (40, r.) soll einen Autoschrauber mit einem Zimmermannshammer niedergestreckt haben  © Harry Härtel/Haertelpress

Martin H. (40) und sein Kumpel Martin H. (43) sollen die Hobbywerkstatt von Stefan L. in der Annaberger Straße aufgemischt haben. Der Streit in der Werkstatt eskalierte schnell. Martin H. soll Opfer Wladimir S. (29) mit einem Hammer gegen den Kopf geschlagen haben.

Grund für den Streit waren unter anderem Drogengeschäfte, in denen Stefan L. und Ronny D. verstrickt gewesen sein sollen. Stefan L. habe sich zurückgezogen, ohne seine Schulden von 3500 Euro zu begleichen.

Vor Gericht erzählten die mutmaßlichen Schläger unterschiedliche Geschichten: Martin H. streitet eine Beteiligung an der folgenreichen Werkstatt-Prügelei ab. Sein Kumpel Ronny D. behauptet wiederum, H. sei dabei gewesen.

"Ich habe aber keinen Hammer gesehen." Opfer Wladimir S. erinnert sich: "Martin griff mich von hinten an. Plötzlich sah ich, wie irgendein Gegenstand geflogen kam." Am Tatort wurde ein Zimmermanns-Hammer sichergestellt.

Identifizieren konnte S. den mutmaßlichen Hammer-Schläger nicht: "Er hat sich sehr verändert." Am Freitag wird weiterverhandelt.

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