Mieten sollen steigen: GGG investiert 200 Millionen Euro in Sanierung

Chemnitz - Chemnitz' größtes Wohnungsunternehmen nimmt einen Batzen Geld in die Hand und saniert ab kommendem Jahr mehrere Plattenbauten. Insgesamt 41 Millionen Euro sollen fließen.

GGG-Chefin Simone Kalew (56, mit Innenminister Roland Wöller) investiert bis 2024 über 200 Millionen Euro.
GGG-Chefin Simone Kalew (56, mit Innenminister Roland Wöller) investiert bis 2024 über 200 Millionen Euro.  © Ralph Kunz

"Für die Jahre 2021 bis 2024 plant die GGG weitere Investitionen von rund 160 Millionen Euro", teilte Chefin Simone Kalew (56) mit. Der Schwerpunkt der Sanierungsmaßnahmen läge auf bezahlbarem Wohnraum mit Mieten ab 4,50 Euro pro Quadratmeter. Knapp 25 Millionen, mehr als die Hälfte, steckt das Unternehmen in vier Großprojekte.

Dazu zählen die tristen Betonbauten an der Zwickauer Straße gegenüber dem Kino Metropol. "Hier entstehen 1- bis 5-Raum-Wohnungen mit neuen Grundrissen und Balkonen", sagte GGG-Sprecher Erik Escher (37). Das Hochhaus am Falkeplatz mit 94 Wohnungen wird schon jetzt in bewohntem Zustand bis September 2020 saniert. In drei Bauabschnitten modernisiert werden die "Luisenhöfe" in Schloßchemnitz (Leipziger Straße, Winklerstraße, Ludwigstraße).

In Gablenz und Markersdorf erhalten zwei Platten in der Carl-von-Ossietzky-Straße sowie Arno-Schreiter-Straße eine Frischekur. Hier werden Aufzüge erneuert und ebenerdige Zugänge geschaffen.

In allen Fällen müssen Mieter mehr zahlen. "Wie viel das im Einzelnen sein wird, können wir jetzt noch nicht sagen. Wir reden aber von einer sehr geringen Steigerung", so Escher. Der Zuschlag bewege sich im Rahmen einer Modernisierungsumlage.

Schön bunt: So soll die sanierte "Platte" in der Carl-von-Ossietzky-Straße 202 bis 208 aussehen.
Schön bunt: So soll die sanierte "Platte" in der Carl-von-Ossietzky-Straße 202 bis 208 aussehen.  © Visualisierung GGG
Auch das Hochhaus am Falkeplatz wird rundum saniert. Bis September 2020 wird die Fassade inklusive Balkone erneut, ebenso die 94 Wohnungen.
Auch das Hochhaus am Falkeplatz wird rundum saniert. Bis September 2020 wird die Fassade inklusive Balkone erneut, ebenso die 94 Wohnungen.  © Uwe Meinhold
An der Zwickauer Straße steht die wohl berühmteste leerstehende Gammel-Platte von Chemnitz. Direkt daneben saniert die GGG.
An der Zwickauer Straße steht die wohl berühmteste leerstehende Gammel-Platte von Chemnitz. Direkt daneben saniert die GGG.  © Uwe Meinhold

Titelfoto: Uwe Meinhold

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