Grenzenloser Jubel: So feiern die Rockets den Aufstieg

David Hicks und Darrel Mitchell (Rockets) wollen Niners-Mann Chris Carter den Ball abnehmen.
David Hicks und Darrel Mitchell (Rockets) wollen Niners-Mann Chris Carter den Ball abnehmen.  © Peter Zschage

Chemnitz/Gotha - Ivan Pavić rief in der Stunde des größten Erfolgs der Oettinger Rockets Gotha erstmal seine Frau an. Diesen Abend in der Richard-Hartmann-Halle von Chemnitz wird auch der Trainer des Aufsteigers in die Basketball-Bundesliga nicht vergessen.

Genau wie alle anderen, die den 70:67 (36:27)-Sieg im fünften und entscheidenden Playoff-Halbfinalduell der zweiten Liga Pro A bei den Niners Chemnitz am Mittwoch miterlebten. "Unfassbar", sagte Gothas Rebound-Gigant Robert Oehle dem MDR-Hörfunk. "Es ist unglaublich, das kann man nicht in Worte fassen", betonte Geschäftsführer Thomas Fleddermann.

Es war ein in jeder Hinsicht denkwürdiger und besonderer Tag. Vor drei Jahren war Dirk Kollmar am 3. Mai 2014 gestorben. Der Verein widmete ihm den sportlichen Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse. "DAS IST FÜR DICH DIRK KOLLMAR!! AUFSTIEG 2017! WIR SIND IN DER BBL!!!!", twitterte der Verein in Großbuchstaben unmittelbar nach dem Sieg.

Malte Ziegenhagen (Niners) versucht an Elijah Allen und Robert Ohle vorbei zu kommen.
Malte Ziegenhagen (Niners) versucht an Elijah Allen und Robert Ohle vorbei zu kommen.  © Peter Zschage

Kollmar sei Ideengeber, Visionär und Macher gewesen, heißt es auf der Vereins-Homepage. 1991 hatte es ihn von Bayern aus nach Thüringen verschlagen.

Seit 2012 spielt Gotha in der Zweiten Liga. Die erste Saison überstand der Club als Tabellen-14. Im Jahr darauf gelang bereits der Einzug in die Playoffs.

2015 schied Gotha im Halbfinale gegen Würzburg aus, in der vergangenen Saison in der Vorschlussrunde gegen Vechta.

Die Niners Chemnitz konnten Gotha nicht mehr stoppen, selbst von einem 0:2-Rückstand nach Siegen ließ sich die Mannschaft nicht beirren. "Wir haben das so verdient, wir sind durch so viele Tiefs gegangen", betonte Oehle mit Blick auf die gesamte Spielzeit. "Das ist ein Spiegelbild unserer Saison. Die Auf und Abs», betonte Fleddermann. Im Duell mit Chemnitz zog sich die Gothaer Mannschaft erneut selbst aus ihrem Ergebnis-Tief und bot einen Auftritt mit dem Prädikat «besonders nervenstark".

Auch hinter den Kulissen haben die Verantwortlichen die nötigen Maßnahmen schon längst ergriffen, um die Bedingungen für eine Lizenz in der Basketball-Bundesliga erfüllen zu können. Dazu zählt unter anderem ein Mindestbudget von 1,7 Millionen Euro und eine Hallenkapazität von 3000 Zuschauern.

"Wir sind zuversichtlich, dass wir das aus finanzieller und struktureller Sicht hinkriegen", sagte Geschäftsführer Fleddermann.


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