Protest-Mahnmal zerstört: Vandalen legen Grünaer Bauern aufs grüne Kreuz

Chemnitz - In den vergangenen Wochen wurden auf Feldern im Raum Chemnitz grüne Kreuze aufgestellt.

Auf dem Feld von Thomas Röder (36), wo eine Ölrettich-Senf-Mischung angebaut wird, ist ein grünes Protest-Kreuz zerstört worden.
Auf dem Feld von Thomas Röder (36), wo eine Ölrettich-Senf-Mischung angebaut wird, ist ein grünes Protest-Kreuz zerstört worden.  © Uwe Meinhold

Bauern protestieren damit deutschlandweit gegen das im September verabschiedete Agrarpaket der Bundesregierung. Am Ortsausgang Grüna in Richtung Wüstenbrand wurde eines der Mahnmale zerstört.

Die Kreuze sollen auf das befürchtete Aussterben von kleineren und mittleren Höfen aufmerksam machen. Auch Landwirt Thomas Röder (36) wollte ein Zeichen gegen die Politik der Bundesregierung und der EU setzen.

Neue Auflagen zum Umweltschutz würden seinem Betrieb das Leben schwer machen. "Es wird uns alles aus Brüssel vorgegeben. Die Theorie ist nicht zu 100 Prozent in der Praxis umzusetzen."

Vermutlich haben Randalierer das von ihm aufgestellte Kreuz umgerissen. "Dabei hatte ich es extra 20 Meter von der Straße entfernt aufgestellt." Ob ein politisches Motiv hinter der Tat steckt, kann Röder nur mutmaßen: "Vielleicht ist es auch im jugendlichen Wahn passiert oder es war Alkohol im Spiel."

Er will ein neues Kreuz an derselben Stelle aufbauen.

Das Mahnmal wurde von Unbekannten zerstört.
Das Mahnmal wurde von Unbekannten zerstört.  © Uwe Meinhold

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