Grüne wollen ein Wildtierverbot erkämpfen

Elefanten-Parade vor dem Rathaus: Solche Auftritte sollen bald der Vergangenheit angehören.
Elefanten-Parade vor dem Rathaus: Solche Auftritte sollen bald der Vergangenheit angehören.  © Peter Zschage

Chemnitz - Auf ein Neues: Zwar hat die Landesdirektion Sachsen das vom Chemnitzer Stadtrat beschlossene Wildtierverbot für Zirkusse kassiert (TAG24 berichtete). Klein beigeben wollen die Grünen deswegen nicht.

Ganz im Gegenteil: "Wir sollten das Wildtierverbot höchstrichterlich durchklagen", sagt Thomas Lehmann (49), Fraktionsvorsitzender der Grünen-Ratsfraktion.

Der Stadtrat soll auf seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause am 23. August darüber entscheiden. "Oder aber wir beraumen eine Sondersitzung an", so Lehmann. Dafür benötigen die Grünen (fünf Stadträte) die Unterschriften von einem Fünftel aller Stadträte - also zwölf.

Bislang fehlt eine einheitliche Regelung des Bundesgesetzgebers. Während die Landesdirektion das Chemnitzer Wildtierverbot gekippt hat, bleibt das Annaberger bestehen. Die Landesdirektion sieht die Berufsfreiheit eingeschränkt, wenn auf kommunalen Flächen einige Zirkusse nicht mehr auftreten können.

Das Landratsamt des Erzgebirgskreises nicht, weil es genügend private Flächen gebe, auf denen Zirkusse gastieren können.

Titelfoto: Peter Zschage


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