Weihnachtsbäume gefällt: Chemnitzer setzen die Säge an

Chemnitz - Wer noch keinen hatte, durfte Samstag selber ran: Das Grünflächenamt lud gestern Vormittag zum jährlichen Weihnachtsbaum-Fällen am Ebersdorfer Wald. Und verkaufte fast 100 Fichten mehr als 2017.

Selbst ist der Mann - doch er muss nicht alleine ran: Der Chemnitzer Tino Pinnow (43) hatte Tochter Clara (5) als Verstärkung dabei.
Selbst ist der Mann - doch er muss nicht alleine ran: Der Chemnitzer Tino Pinnow (43) hatte Tochter Clara (5) als Verstärkung dabei.  © Uwe Meinhold

"Letztes Jahr gingen bei derselben Aktion 281 Stück raus. Dieses Jahr waren es 366", sagt Revierförster Jörg Weisbrich (54).

Ein Grund für die Weihnachtsbaum-Nachfrage: das Wetter. 2017 fegte ein Schneesturm über das rund 2 000 Quadratmeter große Selbstfäller-Areal. Gestern lag kaum Schnee, vom Himmel rieselten ziemlich mickrige Flocken.

Für den Chemnitzer Tino Pinnow (43) ist die Lage entscheidend: "Wir waren sonst immer im Charlottenhof Härtensdorf bei Zwickau, aber das hier ist einfach näher." Zusammen mit Tochter Clara (5) fällte er eine stattliche grüne Fichte zum Einheitspreis von 15 Euro.

Die von der Stadt angebotenen Weihnachtsbäume sind bis zu zwölf Jahre alte Stech-Fichten, die nicht so sehr nadeln. Sie stehen unter Hochspannungsleitungen zwischen der Ebersdorfer Bahnstrecke und dem angrenzenden Wald.

Warum sich gerade diese Bäume zum Selbstfällen anbieten, erklärt der Grünaer Revierförster Ullrich Göthel (49): "Wegen den Sicherheitsabständen zu den stromführenden Leitungen! Auf dem Trassenverlauf darf nämlich nur niedrige Vegetation wachsen."

Gleich fertig: Die Grünflächenamts-Mitarbeiter Waldemar Fichtner (50, l.) und Mike Löwe (42) tüteten die gefällten Stech-Fichten ein.
Gleich fertig: Die Grünflächenamts-Mitarbeiter Waldemar Fichtner (50, l.) und Mike Löwe (42) tüteten die gefällten Stech-Fichten ein.  © Uwe Meinhold

Titelfoto: Uwe Meinhold

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