Heftige Diskussion im Netz: Ist das noch Kunst?

Als Anregung: Lisa Huber (v.l.), Beate Huber und Anna Markowski haben eine 
Zelle zum Thema Glück gestaltet.
Als Anregung: Lisa Huber (v.l.), Beate Huber und Anna Markowski haben eine Zelle zum Thema Glück gestaltet.  © Sven Gleisberg

Chemnitz - Wo hört die Baustelle auf, wo fängt Kunst an? Die Frage stellt sich Passanten zwischen der Gleis-Baustelle in der Straße der Nationen und der Installation „Distrikt Chemnitz“ (TAG24 berichtete) auf den Grünanlagen rund um den Karl-Marx-Kopf.

Montag vollendete der Hamburger Künstler Florian Huber (32) den Aufbau von 300 Bauzäunen zu einem Labyrinth 50 begehbarer Zellen.

Bis 3. September sind Chemnitzer eingeladen, die käfigartigen Räume am Marx-Kopf zu begehen oder zu gestalten. Huber: „Sie sind ein Sinnbild für die Stadt, wo jeder in seiner Zelle lebt und nichts von nebenan mitbekommt. Idealerweise entsteht in meinen Zellen eine Kommunikation.“

Eine heftige Diskussion über das von der Stadt Chemnitz mit 6000 Euro geförderte Projekt ist in den Sozialen Netzwerken schon entbrannt.

Zur Freude von Koordinatorin Ines Vorsatz: „Wenn Demokratie bedroht ist, landet die Kunstfreiheit als Erstes auf dem Scheiterhaufen.“

Florian Huber (32) und Anna Markowski (29) vollendeten gestern die 
Bauzaun-Installation am Marx-Kopf.
Florian Huber (32) und Anna Markowski (29) vollendeten gestern die Bauzaun-Installation am Marx-Kopf.  © Sven Gleisberg

Titelfoto: Sven Gleisberg


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0