Chemnitz verkauft nach Australien und Peru

Kai-Uwe Günther (41) und Daniela Krause (36) verkaufen Kleidung und Schuhe im 
Geschäft und online.
Kai-Uwe Günther (41) und Daniela Krause (36) verkaufen Kleidung und Schuhe im Geschäft und online.  © Maik Börner

Chemnitz - Die Welt wird digital, auch im Handel. Darum will die Industrie- und Handelskammer (IHK) Chemnitz auch kleinen Unternehmern helfen, im weltweiten Web aktiv und erfolgreich zu werden. Auftakt ist eine Befragung aller Händler und ein Forschungsprojekt mit der Uni Regensburg.

Schon jetzt sind viele Chemnitzer Händler im Internet aktiv. Von 2000 Betrieben in der IHK verkaufen 200 ihre Waren vorrangig im Internet, 500 im Laden und online. Bleiben zwei Drittel, die neue Kunden bisher nicht am Computer ansprechen.

„Mit Fragebögen und Forschungsprojekt wollen wir ermitteln, wie die IHK den Händlern bei der digitalen Transformation helfen kann“, erklärt IHK-Experte Bert Rothe (46).

Längst geschafft hat diesen Schritt Gaastra-/Lagatta-Händler Kai-Uwe Günther (41). Schuhe und Kleidung verkauft er seit 20 Jahren in der Webergasse, seit 2005 auch im Internet. Er ist stolz auf seinen Erfolg: „Im Netz mache ich 25 Prozent meines Umsatzes.“

Die großen Onlineshops schocken ihn nicht: „Ich habe den eBay-Shop lagatta-chemnitz.de, verkaufe meine Waren sogar nach Australien oder Peru. Ich weiß nicht wie, aber es funktioniert.“

Kai-Uwe Günther rät der IHK vor allem zu günstigen Händlerschulungen: „Sie müssen überzeugt werden, im Internet zu verkaufen. Online ist keine Frage mehr, man muss es tun!“


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