Schwere Vorwürfe: Wurde im Chemnitzer Asylheim abgezockt?

Polizisten durchsuchen das Asylantenheim in der Annaberger Straße.
Polizisten durchsuchen das Asylantenheim in der Annaberger Straße.  © Harry Härtel/Haertelpress

Chemnitz - Schweres Geschütz: "Millionen-Betrug in den Asylunterkünften an Straßburger und Annaberger Straße" - so ist eine Mitteilung der Ratsfraktion Pro Chemnitz überschrieben. Stimmt das?

Laut Pro-Chemnitz-Chef Martin Kohlmann (40) soll es bei der Betreibung der Gemeinschaftsunterkünfte Unregelmäßigkeiten geben. Ein ehemaliger Mitarbeiter habe Strafanzeige gestellt.

Kohlmann: "Wenn die Daten stimmen, liegt wahrscheinlich ein von der Stadt gedeckter Betrug am Steuerzahler in Millionenhöhe vor."

Das Rathaus weist die Vorwürfe zurück: "Die durch den Betreiber eingereichten Abrechnungen werden monatlich im 4-Augen-Prinzip geprüft und es wurden keine Unregelmäßigkeiten festgestellt."

Für die Unterbringung von 184 Asylbewerbern zahlt die Stadt Chemnitz für beide Heime insgesamt 1,1 Millionen Euro im Jahr an private Betreiber.


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