Chemnitz erreicht Spitzenwert bei Mieten in neuer Top-Wohnlage

Goldstaubmeile
Getreidemarkt:
Mitten in der
City steigen
die Mieten
am stärksten. FOG-Instituts-Chef
Ulrich
Weiser (37) findet die Preise trotzdem noch günstig.
Goldstaubmeile Getreidemarkt: Mitten in der City steigen die Mieten am stärksten. FOG-Instituts-Chef Ulrich Weiser (37) findet die Preise trotzdem noch günstig.  © Peter Zschage, Thoralf Lippmann/FOG-Institut

Chemnitz - Chemnitz hat eine neue Top-Wohnlage. Im Zentrum, rund um Getreidemarkt und Innere Klosterstraße, stiegen die Mieten auf den Stadt-Spitzenwert von 6,21 Euro pro Quadratmeter.

Trotz aller Preissteigerungen: "Chemnitz hat in allen Stadtteilen noch günstige Wohnungen unter fünf Euro zu bieten", sagt Ulrich Weiser (37), Chef des FOG-Instituts für Markt- und Sozialforschung.

Die FOG-Fachleute verglichen die Durchschnittsmieten der vergangenen zehn Jahre in 45 Wohngebieten mit den aktuellen Kosten. Im Chemnitzer Mittel stiegen die Wohnungskosten von 4,83 auf 5,06 Euro pro Quadratmeter, moderate 4,8 Prozent.

Die höchste Miet-Steigerung legte der südliche Sonnenberg hin, 20,4 Prozent (3,92 auf 4,72 Euro). Die Innere Klosterstraße (15,4 Prozent), Schlossteich (15,3), Kappel/Flughafen (10,4) und Flemminggebiet (10,1) wurden ebenfalls deutlich teurer.

Es gibt aber auch Stadtteile, in denen die Mieten sinken. Das FOG-Institut nennt Humboldthöhe, Ammonstraße, Siegmar, Marienberger Straße und Schneller Markt.

Ulrich Weiser schätzt, dass derzeit 6000 bis 7000 Wohnungen leerstehen. "Nach unseren Stichproben kostet die Hälfte unter fünf Euro pro Quadratmeter."

Der Fachmann sieht in Chemnitz derzeit keinen Bedarf für verstärkten sozialen Wohnungsbau. "Wir sollten erst einmal die freien Wohnungen belegen."

Titelfoto: Peter Zschage, Thoralf Lippmann/FOG-Institut


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