Weiter kein Unterricht: Chemnitzer Grundschule seit einer Woche wegen Hepatitis A dicht

Chemnitz - Weil ein Kind aus der zweiten Klasse an Hepatitis A erkrankt war, blieb die Schlossschule in der Küchwaldstraße gut eine Woche lang dicht (TAG24 berichtete). Bis Dienstag wurden alle Räume desinfiziert. Am Donnerstag soll zumindest der Hort der Grundschule wieder öffnen.

In der Schlossgrundscule können ab Donnerstag wieder 80 Hortkinder betreut werden.
In der Schlossgrundscule können ab Donnerstag wieder 80 Hortkinder betreut werden.  © Sven Gleisberg

"Ein regulärer Unterricht findet noch nicht statt", teilte die Stadt mit. Mit Hilfe von anderen Kitas kann lediglich am Donnerstag und am Freitag der Hortbetrieb für maximal 80 Kinder von 12 bis 16 Uhr gewährleistet werden. Auch Mittagessen gibt es. Ab Montag soll der Hort für alle Mädchen und Jungen, die die Schule besuchen, wieder öffnen.

Weil 119 der 270 Schüler sowie rund die Hälfte der Lehrer und Horterzieher nicht gegen Hepatitis A geschützt waren, bietet das Gesundheitsamt seit Montag freiwillige Impfungen für die Betroffenen an. "Kinder, deren Eltern dem Gesundheitsamt eine erfolgte Impfung nachweisen, können ab dem 2. Dezember wieder in die Schule gehen", heißt es.

Hepatitis A, auch Gelbsucht genannt, verläuft niemals chronisch und heilt meist ohne Komplikationen spontan aus.

Sie wird durch verunreinigtes Trinkwasser, kontaminierte Lebensmittel oder als Schmierinfektion übertragen. Wie sich das Schulkind in Chemnitz infizierte, ist unklar.

Titelfoto: Sven Gleisberg

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