Hitlergruß vor Synagoge gezeigt: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Chemnitz - Während einer Mahnwache vor der Synagoge in Chemnitz, hatte im Oktober ein Mann den Hitlergruß gezeigt. Nun wurde gegen den 35-Jährigen Anklage erhoben.

An der Mahnwache am 11. Oktober nahmen 45 Personen teil.
An der Mahnwache am 11. Oktober nahmen 45 Personen teil.  © Ralph Kunz

Die Mahnwache "Aufstehen gegen Rassismus" fand am 11. Oktober im Gedenken an die Opfer des Anschlags in Halle statt. Als eine Straßenbahn der Linie 4 an der Synagoge in der Stollberger Straße vorbeifuhr, zeigte ein Mann (35) aus der Bahn heraus den Hitlergruß (TAG24 berichtete). Die Teilnehmer der Mahnwache informierten dann die Polizei.

Wie die Staatsanwaltschaft Chemnitz am Montag mitteilt, wurde nun gegen den 35-Jährige am Amtsgericht Anklage wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen erhoben. "Dass der Hitlergruß für eine Vielzahl von Fahrgästen und Teilnehmern der Gedenkveranstaltung wahrnehmbar war, nahm der Angeschuldigte hierbei billigend in Kauf", so die Staatsanwaltschaft.

Bei dem rechtsextremen Attentat am 9. Oktober in Halle waren zwei Personen ums Leben gekommen. Nach dem Anschlag hatte die Polizei ihre Präsenz vor der Chemnitzer Synagoge verstärkt. An der Mahnwache nahmen rund 45 Personen teil.

Nach dem Anschlag in Halle wurde die Polizeipräsenz an der Chemnitzer Synagoge erhöht.
Nach dem Anschlag in Halle wurde die Polizeipräsenz an der Chemnitzer Synagoge erhöht.  © Harry Härtel/Haertelpress

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