Enttäuschung nach Minister-Besuch: "Das war ein Stich ins Herz"

Chemnitz - Die Harthauer Bürgerinitiative für Hochwasserschutz ist nach dem Gespräch mit Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt (57, CDU) enttäuscht. "Das war ein Stich ins Herz", sagt BI-Sprecher Ralf Kirchübel (59).

Umweltminister Thomas Schmidt (3.v.r.) erklärte Harthauer Bürgern am Montag, warum kein Regenrückhaltebecken gebaut wird.
Umweltminister Thomas Schmidt (3.v.r.) erklärte Harthauer Bürgern am Montag, warum kein Regenrückhaltebecken gebaut wird.  © Büro Ines Saborowski

Die Botschaft aus Dresden ist eindeutig: Die geforderten Regenrückhaltebecken werden nicht gebaut. "Dabei hatten wir vor drei Jahren die eindeutige Zusage des Amtsvorgängers von Herrn Schmidt erhalten", so Kirchübel.

Stattdessen empfiehlt der Freistaat mehr Maßnahmen zur Eigenvorsorge. Fachleute hätten in einem Pilotprojekt in Harthau nachgewiesen, "dass Gebäude mit akzeptablen baulichen Mitteln so ertüchtigt werden können, dass ein Schutz vor einem statistisch einmal in 50 Jahren eintretenden Hochwasser erreicht wird", so Schmidt.

Kirchübel hält dagegen: "Eigenschutz ist eine gute Maßnahme, aber das kann nur ein Baustein sein. Wir werden weiterkämpfen."

Auch die Landtagsabgeordnete Ines Saborowski (51) ist unzufrieden: "Ich weiß, dass man sich im Ministerium bemüht und viele Möglichkeiten geprüft hat. Damit zufrieden geben möchte ich mich nicht. Möglicherweise kann man noch prüfen, welche Auswirkungen es hat, wenn die Durchflussmenge am Blauen Wunder erhöht werden könnte."

Bei drei Jahrhundert-Hochwassern in elf Jahren umschlossen Fluten der Würschnitz Harthauer Häuser.
Bei drei Jahrhundert-Hochwassern in elf Jahren umschlossen Fluten der Würschnitz Harthauer Häuser.  © Uwe Meinhold

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