Hochwasserschutz an der Würschnitz: Jetzt streitet auch die Feuerwehr mit

Chemnitz - Im Streit um den Hochwasserschutz an der Würschnitz stehen sich nicht nur Harthauer Bürger und Landestalsperrenverwaltung mit gegensätzlichen Meinungen gegenüber. Auch die Chemnitzer Feuerwehr macht nun Front gegen die Pläne der Landesbehörde.

Feuerwehr-Chef René Kraus (45) streitet mit der Landestalsperrenverwaltung.
Feuerwehr-Chef René Kraus (45) streitet mit der Landestalsperrenverwaltung.  © Maik Börner

Die wollte die Chemnitzer Feuerwehr im Katastrophenfall verpflichten, 34 mobile Riesen-Pumpen an gefährdete Punkte zu transportieren. Die sind nötig, weil bei Hochwasser nicht nur die Fluten innerhalb des Flussbetts zur Gefahr werden, sondern auch das Wasser, was sich an der Oberfläche sammelt und durch höhere Schutzmauern nicht mehr in die Würschnitz abfließen kann.

Feuerwehr-Amtsleiter René Kraus (45) hob die Hände: "Die Einsatzkräfte sind in Kontrollmaßnahmen an den Gewässern eingebunden. Darüber hinaus sind Hochwasserschutzanlagen aufzubauen, Sandsäcke zu füllen. Auch die Gefahrenabwehr ist sicherzustellen." Der Transport mobiler Pumpen könne deshalb nicht gewährleistet werden.

Kraus: "An besonderen Schwerpunkten sieht die Planung der Landestalsperrenverwaltung zwischen 16.200 und 32.400 Liter Pumpleistung pro Minute vor. Bei solchen Mengen erscheint die Installation von festen Pumpen aus unserer Sicht sinnvoll, da diese auch wesentlich schneller einsatzbereit sind."

Nach einem Krisentreffen der Verantwortlichen arbeitet die Stadt jetzt an einer Stellungnahme mit eigenen Lösungsvorschlägen für das Entwässerungskonzept an der Würschnitz.

Harthau ist durch Hochwasser besonders gefährdet. Anwohner fordern seit Jahren besseren Schutz.
Harthau ist durch Hochwasser besonders gefährdet. Anwohner fordern seit Jahren besseren Schutz.  © privat
Der Betrieb mobiler Riesenpumpen benötigt mehr Personal als die Chemnitzer Feuerwehr hat.
Der Betrieb mobiler Riesenpumpen benötigt mehr Personal als die Chemnitzer Feuerwehr hat.  © Erzpress

Titelfoto: Maik Börner, Erzpress

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