Nach homofeindlichen Äußerungen 2010: Wirbel um frisch gewählten CDU-Stadtrat

Chemnitz - Die Wahl des CDU-Politikers Kai Hähner (46) in den Stadtrat sorgt in linken Kreisen für Wirbel. Hähner war 2010 mit homofeindlichen Äußerungen in die Kritik geraten.

Neu-Stadtrat Kai Hähner (46, CDU) erntete wegen homophober Äußerungen vor neun Jahren einen Shitstorm.
Neu-Stadtrat Kai Hähner (46, CDU) erntete wegen homophober Äußerungen vor neun Jahren einen Shitstorm.  © PR

Vor neun Jahren hatte der Chemnitzer in einer Mail an den CSD Leipzig (Christopher Street Day) Schwule als "abnormal" bezeichnet und behauptet, der CSD verleite Kinder zur Homosexualität.

Dafür erntete er 2010 einen Shitstorm. Auch vom heutigen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (44), damals noch CDU-Generalsekretär, gab's Schelte.

Nach der jüngsten Stadtratswahl fragte User "Twitty Anders" im Internet: "Haben wir einen offen homophoben CDU-Stadtrat?" "Nein", sagt Kai Hähner heute.

"Ich habe ein anderes Familienbild. Aber 2010 hatte ich mich über CSD-Äußerungen geärgert, eine überspitzte Mail geschrieben. Den Begriff ,abnormal' würde ich heute nicht mehr verwenden. Schwul sein ist nicht abnormal."

Toni Rotter (31, CSD, Chemnitz für alle) gibt Kai Hähner eine zweite Chance: "Er soll zeigen, was für eine Arbeit er macht." Darauf setzt auch CDU-Stadträtin Solveig Kempe (39): "Wer etwas befürchtet, soll mit Kai Hähner selbst reden."

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