Chemnitz: Hoteliers recht zufrieden, doch leichter wird's nicht

Chemnitz - Auch Chemnitzer Hoteliers erstellen derzeit ihren Jahresabschluss. Die Statistik lässt auf einen Gästezuwachs hoffen, Probleme könnten aber künftig fehlendes Personal und Konkurrenzdruck machen.

Deutet einen leichten Gästezuwachs an: Susan Endler (38) von der Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft (CWE).
Deutet einen leichten Gästezuwachs an: Susan Endler (38) von der Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft (CWE).  © Kristin Schmidt

"Für 2019 liegen derzeit nur die Daten bis einschließlich Oktober vor. Von Januar bis Oktober verzeichnet Chemnitz 430.276 Übernachtungen.

Zum Vergleich: Januar bis Oktober 2018 waren es 429.112 Übernachtungen", teilte Susan Endler (38) von der Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft mit. Ein Plus von immerhin rund 0,3 Prozent.

"Wir sind sehr zufrieden, haben eine gute Auslastung", sagt Thomas Hasse, Mitbetreiber des "Sächsischen Hofs" (Brühl 26).

Sein Erfolgsrezept: "Man muss seine Gäste wie Familienmitglieder behandeln." Seine Herausforderung: "Es gibt so gut wie keine Arbeitskräfte und kaum Jugendliche, die in der Gastronomie arbeiten wollen."

Der Fachkräftemangel wird auch andere Hotels treffen - alte wie neue. So entsteht im Rahmen des Projektes "Neue Johannisvorstadt" am Tietz ein weiteres Gasthaus. "Nach jetzigem Planungsstand werden wir dort mit Hotel und Wohnen beginnen.

Harter Bettenkampf droht

Wir rechnen mit einem Baustart Ende 2020 oder Anfang 2021", so Stefan Voges, Vorstand des Leipziger Projektbetreuers "Hansa Real Estate".

Damit droht der Stadt ein harter Bettenkampf: Laut dem Statistischen Landesamt kam Chemnitz 2018 nur auf rund 41, Spitzenreiter Dresden auf 55 Prozent durchschnittliche Bettenauslastung der Gasthäuser.

Familienunternehmen mit familiärer Betreuung: Mitbetreiberin Sybille Schleider heißt Gäste an der Rezeption des "Sächsischen Hofs" willkommen.
Familienunternehmen mit familiärer Betreuung: Mitbetreiberin Sybille Schleider heißt Gäste an der Rezeption des "Sächsischen Hofs" willkommen.  © Uwe Meinhold

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