Schlechtes Netz, Funklöcher: Jung-Politiker wollen Digitalisierung fördern

Chemnitz - Keine digitale Verwaltung in Sachsen, Funklöcher, ein geplatzter Digitalpakt für die Schulen - Jungpolitikern aller großen Parteien platzt der Kragen. Die Jungen Liberalen fordern einen Schulterschluss aller politischen Jugendorganisationen, um die Digitalisierung zu fördern.

Jungpolitiker fordern Mitsprache - Clemens Heydrich (22, JuLis, r.) und Max Stryczek (23, Jusos, l.).
Jungpolitiker fordern Mitsprache - Clemens Heydrich (22, JuLis, r.) und Max Stryczek (23, Jusos, l.).  © privat

"Digitale Entwicklung gehört in die Hände von Fachleuten, vor allem junger Menschen", sagt Clemens Heydrich (22), Vize-Landes-Chef der Jungen Liberalen aus Chemnitz.

Er kritisiert parteiübergreifend ältere Politiker: "Unsere Zukunft wird stiefmütterlich behandelt. Wir brauchen keine Pläne für 2030. Das ist doch nur noch peinlich." Heydrich fordert, dass die Jugendorganisationen ihren Mutterparteien bei diesem Thema auf die Finger hauen.

Das sieht Max Stryczek (23) vom Vorstand der Jusos Chemnitz genauso: "Es ist wichtig, dass junge Leute bei der Digitalisierung Verantwortung übernehmen. Fakt ist, die Älteren lassen uns nicht."

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Schlechtes Netz, noch kein 5G, keine digitale Verwaltung, kaum öffentliches WLAN - "es gibt viele Bedenken bei der Digitalisierung, aber wenig Sicht auf die Chancen."

Deshalb sieht ebenso Max Rumrich (25), Vorstandsmitglied der Jungen Union Chemnitz, das Thema auch als Generationenfrage.

"Weil ältere Politiker blockieren, hängen wir uns als Industrieland gerade selbst ab. Darum müssen wir jungen Leute gefragt werden - in einem Kompetenzteam aller Generationen."

Titelfoto: privat

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