Baustellen-Wahnsinn in Chemnitz geht in die nächste Runde

Chemnitz - Der Baustellen-Wahnsinn an der Kappler Drehe geht in die nächste Runde: Die Zwickauer Straße wird bis Schillstraße zum vierten Mal gesperrt.

Fordert Einbeziehung der Anlieger: Tino Fritzsche (CDU, 57).
Fordert Einbeziehung der Anlieger: Tino Fritzsche (CDU, 57).  © Maik Börner

Eine Baustelle wird zur unendlichen Geschichte: Im Sommer 2016 erneuerte der Entsorgungsbetrieb ESC die Abwasserkanäle - bei halbseitiger Sperrung. 2017 ließ der ESC erneut Abwasserkanäle erneuern, das Tiefbauamt baute eine neue Straßendecke samt Fußwegen. Vollsperrung.

Ende Mai sperrte der ESC die Fahrbahn wieder halbseitig von der Kappler Drehe bis zur Schillstraße. Der Entsorgungsbetrieb sowie Eins Energie und Tiefbauamt verlegen dort Rohre, Kanäle und Leitungen, erneuern am Ende die Fahrbahn vor und nach der vorherigen Baustelle.

Vor dem American Diner ist die Maßnahme bereits beendet. Am Montag rücken erneut Bagger an, reißen bisher nicht betroffenen Asphalt auf. Mit Vollsperrung bis Anfang September.

SPD-Stadtrat Jörg Vieweg (46) genervt: "Schön, dass die Stadt so viele Baustellen anpackt. Aber die Kappler Drehe zeigt, dass alle Beteiligten noch besser zusammenarbeiten müssen." Zu langsame Bauarbeiten treiben FDP-Stadtrat Dieter Füßlein (77) auf die Barrikaden: "Es kann nicht sein, dass der ESC eine Baustelle beendet und an fast gleicher Stelle wieder neu anfängt."

Eine Baustelle ohne Unterbrechungen wünscht sich Tino Fritzsche (57, CDU). "Lieber einmal starke Schmerzen als ein chronisches Leiden. Die Stadt hätte die Anwohner vorher fragen sollen."

Der Baustellen-Wahnsinn geht weiter: An der Kappler Drehe droht ab Montag eine neue Vollsperrung.
Der Baustellen-Wahnsinn geht weiter: An der Kappler Drehe droht ab Montag eine neue Vollsperrung.  © Uwe Meinhold

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