Vierjährigen Missbraucht: Gericht schickt Kinderschänder in Knast

Daniela L. (33) hält ihren Sohn Thomas (11) im Arm. Sie hofft, dass er die 
schlimmen Stunden bald vergessen hat.
Daniela L. (33) hält ihren Sohn Thomas (11) im Arm. Sie hofft, dass er die schlimmen Stunden bald vergessen hat.  © Harry Härtel/Haertelpress

Chemnitz - Als Kind war er Opfer, wurde sexuell missbraucht. Als Erwachsener wurde er selbst zum Täter - Jens M. (48) aus Chemnitz stand am Donnerstag als Kinderschänder vor Gericht.

"Ich weiß nicht, wie es dazu gekommen ist“, weinte der Hausmeister. Vorher wurde geschildert, wie er als kleiner Junge im DDR-Kinderheim missbraucht wurde.

2009 wurde er selber zum Täter. Jens M. hatte Daniela L. (33) kennengelernt, die beiden zogen zusammen. Mit dabei: die beiden Söhne der Frau. Als die Hausfrau einkaufen war, passierte es mindestens zwei Mal: Jens M. missbrauchte den damals vierjährigen Thomas (Name geändert) im Schlafzimmer.

Die Mutter erfuhr erst Jahre später von den widerlichen Taten, hatte sich da schon längst von dem Sex-Ferkel getrennt: "Wenn ich nicht mit ihm schlafen wollte, drohte er mit Prügel. Ich flüchtete zwischendurch auch mit den Kindern ins Frauenhaus."

"Es tut mir leid", jammerte der Angeklagte. Das Amtsgericht hatte ihn zu drei Jahren Knast verurteilt - das wollte der Hausmeister verhindern.

Er bot Schadensersatz an, wollte Bewährung. Daraus wurde nichts: Er bekam lediglich vier Monate erlassen, muss zwei Jahre und acht Monate hinter Gitter.

Jens M. (48) wollte den Knast verhindern. Das Gericht kannte aber 
keine Gnade.
Jens M. (48) wollte den Knast verhindern. Das Gericht kannte aber keine Gnade.  © Harry Härtel/Haertelpress

Titelfoto: Harry Härtel/Haertelpress


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