Chemnitzer Grüne fordern: Macht Brachen fit für den Klimawandel!

Chemnitz - Bei Sommerhitze freuen sich nicht nur die Menschen über Schatten spendende Bäume und grüne Wiesen. Auch Tiere sind auf die Natur angewiesen. Für den Klimaschutz wollen Grüne jetzt Chemnitzer Brachen besser nutzen.

Grünen-Stadträtin Susann Mäder (35) freut sich über die Renaturierung einer Industriebrache am Ufer des Kappelbachs.
Grünen-Stadträtin Susann Mäder (35) freut sich über die Renaturierung einer Industriebrache am Ufer des Kappelbachs.  © Kristin Schmidt

"Wir wünschen uns, dass Brachflächen wieder begrünt werden", sagt Politikerin Susann Mäder (35, Grüne). "Wenn Natur für eine Baumaßnahme weichen muss, soll an anderer Stelle wieder Natur entstehen."

Erst kürzlich bat der Tierpark Chemnitz um Gras- und Blätterspenden als Futter für seine Bewohner. "Das habe ich noch nicht erlebt. Dies ist ein Zeichen, dass es durch anhaltende Trockenheit zu wenig Grün gibt. Das ist eine Bedrohung für Tier und Mensch."

Sollten Brachen und ungenutzte versiegelte Flächen tatsächlich zu kleinen Gärten werden, bedeute das zusätzlich mehr Lebensräume für Insekten, Vögel und Nagetiere - und potenzielles Grünfutter für Tierpark und Wildgatter.

Ein Schritt in diese Richtung: "Ab dem nächsten Jahr stehen dem Tierpark weitere Wiesenflächen zur Verfügung. Der Tierpark hat sich bereits Technik zugelegt, um die großen Flächen bewirtschaften zu können", heißt es aus dem Rathaus.

Unkraut statt Bäumen: Eine ungenutzte Brachfläche an der Zwickauer Straße.
Unkraut statt Bäumen: Eine ungenutzte Brachfläche an der Zwickauer Straße.  © Kristin Schmidt

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