Fahrer von Krankentransporten genervt: Noch mehr Fälle von Knöllchen-Abzocke

Chemnitz - Die Knöllchen-Posse vor der Rettungsleitstelle in der Schadestraße (TAG24 berichtete) zieht Kreise. Jetzt meldeten sich mehrere Fahrer von Krankentransporten und schimpfen auf die Stadt. Ein Fahrer sagt: "Abzocke ist in Chemnitz tägliche Praxis!"

Rettungsfahrer sind von den Knöllchen genervt.
Rettungsfahrer sind von den Knöllchen genervt.  © Klaus Jedlicka

Das Ordnungsamt klemmte zuletzt Knöllchen an zwei Rettungswagen des DRK, weil sie angeblich Fußgänger behinderten. Auch sonst zeigen Politessen wenig Gnade bei Krankentransporten. Ein Fahrer, der anonym bleiben will, ärgert sich oft: "Am Tietz parkte ich meinen Rollstuhltransporter, um eine behinderte Seniorin abzuholen. Als ich zurückkam, hatte ich ein Knöllchen - und musste zahlen."

In der Zwickauer Straße brachte der Fahrer einen Rollstuhlfahrer zum Arzt. "Auf dem Fahrradstreifen gehalten, Rolli über die Rampe und zum Arzt geschoben. Zack hatte ich eine Verwarnung. Soll ich mir einen Parkplatz suchen und den Rollstuhlfahrer Hunderte Meter weit schieben?"

René Hunger (46), Chef der Firma Rollitrans, findet die Politessen "frech". "Wenn die Müllabfuhr rechts hält, um Tonnen zu leeren, regt sich keiner auf. Aber bei Behinderten wird eingeschritten."

Hunger fordert mehr Verständnis für Kranken- und Behindertentransporte. "In Chemnitz ist das Gegenteil der Fall. Am Ärztehaus in der Carolastraße hagelt es regelrecht Knöllchen."


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