Minister erlaubt Dauerkontrollen in Chemnitz

Beamte kontrollieren bei einer Razzia Jugendliche im Stadthallenpark (Archivfoto).
Beamte kontrollieren bei einer Razzia Jugendliche im Stadthallenpark (Archivfoto).  © Sven Gleisberg

Chemnitz - Das ist wieder eine schlechte Nachricht für Chemnitzer Diebe, Räuber und Dealer: Das Innenministerium in Dresden verlängerte am Donnerstag den Kontrollbereich der Polizei in der Innenstadt bis 30. September.

Schon seit 1. August läuft diese besondere Maßnahme. Sie erlaubt es der Polizei, im Stadthallenpark sowie im Gebiet um die Zentralhaltestelle zwischen Moritz-, Zschopauer Straße, Johannisplatz, Straße der Nationen und Am Rathaus jede Person ohne Verdacht zu kontrollieren, auch Körper und Taschen.

Die Kontrollbereiche sollen der Kriminalität vorbeugen. Sie werden auf Antrag einer Polizeidirektion vom Innenministerium für maximal einen Monat genehmigt.

Kurz vor Ablauf der Maßnahme beantragte der Chemnitzer Polizeipräsident Uwe Reißmann (61) in Dresden die Verlängerung. Diese wurde am Donnerstagabend genehmigt, wie eine Ministeriumssprecherin bestätigte.

Polizeisprecher Andrzej Rydzik (31) zur Begründung für den Antrag: "Wir haben nach den vier Wochen die Erkenntnis gewonnen, dass weitere Kontrollen notwendig sind."

Schon zu Beginn des Kontrollbereichs im August hatte die Polizeisprecherin Jana Kindt betont, dass sich harmlose Passanten oder Touristen nicht vor überfallartigen Kontrollen fürchten müssten. "Wir konzentrieren uns auf bestimmte, bekannte Personen."

Derzeit ist der Chemnitzer Kontrollbereich die einzige Polizei-Maßnahme dieser Art in Sachsen.

In den grün markierten Gebieten werden im August dauerhaft Kontrollen durchgeführt.
In den grün markierten Gebieten werden im August dauerhaft Kontrollen durchgeführt.  © Polizei

Titelfoto: Sven Gleisberg