Kreisverkehr falsch geplant? Politiker fordern Aufklärung

Chemnitz - Bauarbeiter erneuern bis Mittwoch die beschädigten Bordsteine im Kreisverkehr am Südbahnhof (TAG24 berichtete).

Der Kreisverkehr am Südbahnhof wird zum zweiten Mal saniert. Jetzt wächst der Ärger in der Politik.
Der Kreisverkehr am Südbahnhof wird zum zweiten Mal saniert. Jetzt wächst der Ärger in der Politik.  © Sven Gleisberg

Es ist bereits die zweite Sanierung des 2017 gebauten Kreisels. Politiker fordern nun eine Prüfung des Bauprojekts.

Eine Million Euro kostete der Kreisverkehr in der Reichenhainer Straße. Nach Angaben der Stadt seien die flachen Bordsteine im inneren Radius nicht fachgerecht eingebaut worden.

Deshalb habe die Verwaltung die Baufirma dazu verdonnert, die Schäden als Garantieleistung zu beheben.

Die Bauarbeiter vor Ort sehen das Problem anders: Der Kreisradius sei zu klein, darum müssten Laster und Busse täglich über die inneren Borde fahren. Im Ergebnis geben die Bordsteine nach.

Dieter Füsslein (78, FDP) ist für eine zügige Neuplanung, will die Planer für den ersten Fehler zur Verantwortung ziehen.

Das sieht auch Tino Fritzsche (57, CDU) so: "Wir sollten uns das Problem vor Ort ansehen. Wenn ein Bauwerk in der Realität nicht funktioniert, muss man eine neue Lösung finden."

Bernhard Herrmann (53, Grüne) schimpft: "Natürlich muss der Kreisverkehr der Nutzung und Belastung angepasst werden. Wir werden beim Tiefbauamt nachfragen."

Titelfoto: Sven Gleisberg

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