Belebt ein Festival den Kulturpalast in Rabenstein?

Beim letzten Festival experimentierte Künstlerin Masami mit Kupferdraht.
Beim letzten Festival experimentierte Künstlerin Masami mit Kupferdraht.  © Uwe Meinhold

Chemnitz - Schöne Fassade, nix dahinter: Der Kulturpalast in Rabenstein verfällt seit Jahren immer mehr. Jetzt zieht aber bald Leben in die ehrwürdigen Hallen ein. Denn das Kunstfestival "Begehungen" macht in diesem Jahr Station im alten Kulturtempel.

„Wir wollen Chemnitzern in erste Linie Zugang zu Gebäuden bieten, die sie schon lange nicht mehr von innen sehen konnten“, sagt Tobias Möller (39), vom Team der Begehungen.

"Das Ganze begleiten wir mit einer Ausstellung, denn auch die kulturelle Bildung ist uns wichtig."

Diesmal steht das Festival unter dem Motto "Institut Potemkin“.

"Inspiriert vom Potemkinschen Dorf", erklärt Möller. "Interessante Fassade, dahinter kommt aber nichts mehr. Ähnlich eben wie beim Kulturpalast."

Der Rabensteiner Kulturpalast ist in diesem Jahr Mittelpunkt der "Begehungen".
Der Rabensteiner Kulturpalast ist in diesem Jahr Mittelpunkt der "Begehungen".  © Uwe Meinhold

Rund 20 Leute arbeiten an der Organisation des Festivals.

Und für die Ausstellung im Kulturpalast werden noch Künstler gesucht. "Bis zum 30. Juni kann man sich bei uns bewerben", erklärt Möller. "Bisher sind rund 50 Bewerbungen von Künstlern eingegangen, die ihr Projekt vorgestellt haben."

Und bei den Kandidaten geht’s ziemlich international zu. "Künstler aus Afrika und Südamerika haben bereits ihre Arbeiten eingereicht."

Für das Festival bekommen die ehrenamtlichen Helfer rund 50. 000 Euro an Fördergeldern.

"Das fließt dann alles eins zu eins sofort in die Begehungen", so Möller.

Vera Jakubeit und Charlotte Krenz testen das Spiel „Happy Loosers“ bei den Begehungen 2015.
Vera Jakubeit und Charlotte Krenz testen das Spiel „Happy Loosers“ bei den Begehungen 2015.  © Sven Gleisberg

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