Er beleidigte Politiker und Anwälte: Volksverhetzer vor Gericht

Chemnitz - Wegen insgesamt elf Delikten musste sich Dirk V. (40) im Berufungsverfahren vor dem Landgericht verantworten.

Dirk V. soll Anwälte, Politiker und Behörden beleidigt und teilweise bedroht haben.
Dirk V. soll Anwälte, Politiker und Behörden beleidigt und teilweise bedroht haben.

Er soll unter anderem Politiker und Anwälte in Schreiben auf's Übelste beleidigt haben. Außerdem wird ihm der Besitz von Munition und Betäubungsmitteln vorgeworfen.

In der Summe brachte die Staatsanwaltschaft elf Taten zur Anklage, die in einem Verfahren zusammengefasst wurden. Als "linksradikale Joint-Organisation" bezeichnete Dirk V. etwa das Sächsische Staatsministerium für Verbraucherschutz.

Ähnliche Schreiben sollen die Polizeidirektion Chemnitz, die Geschäftsstelle der "Linken" und ein Anwalt, der nach seiner Ansicht "islamistischen Dreck" vertreten würde, erhalten haben. Einige der Faxe enthielten darüber hinaus Drohungen.

Dirk V. wird deswegen vom Dezernat Staatsschutz beobachtet und darf nach eigenen Angaben keinen Beruf mehr ausüben. "Da drüben sitzen die Verbrecher", sagte er in Richtung Staatsanwaltschaft.

In erster Instanz erhielt V. ein Jahr und 5 Monate Haft auf Bewährung. Weder Staatsanwaltschaft noch Verteidiger Martin Kohlmann waren damit zufrieden. "Ich fordere Freispruch", so Kohlmann.

Der Prozess wird voraussichtlich am 18. April fortgesetzt.

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