Mann stach auf Seniorin ein und sperrte sie in Stall

Chemnitz/Oberschöna - Zweimal stach Alexander P. (36) Rentnerin Julia C. (74) in den Rücken. Anschließend sperrte er sie in ihren Hühnerstall. Vor dem Landgericht Chemnitz zeigte sich der unter Schizophrenie leidende Mann geständig. Die Anklage lautet auf versuchten Totschlag.

Das Opfer: Seniorin Julia C. (74) wurde mit zwei Messerstichen niedergestreckt.
Das Opfer: Seniorin Julia C. (74) wurde mit zwei Messerstichen niedergestreckt.  © Sven Gleisberg

"Ich war der Auserwählte, Frau C. der Antichrist. Ich musste zwei Engel mit zwei Stichen befreien", beschreibt P. im sogenannten Sicherungsverfahren seine verrückten Gedanken.

Ein Gutachter stellte im Vorfeld seine Schuldunfähigkeit fest, da der Täter an einer paranoid-halluzinatorischen Schizophrenie leidet.

Am 6. Januar wollte Alexander P. eigentlich mit dem Zug nach Dresden. Am Bahnhof Frankenstein bei Oberschöna stieg er aus, landete am Grundstück von Julia C. "Ich dachte, ich werde von Agenten verfolgt." Sein Opfer fragte er nach Telefon und Feuer.

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Er verfolgte C., schlug sie mit einer Schaufel, stach sie mit dem Schnitzmesser seines Sohnes nieder und sperrte sie in den Hühnerstall. Neffe Thomas (45), Bruder Wilfried (68) und Schwiegersohn Fatih (36) überwältigten den aggressiven Geisteskranken auf dem Nachbargrundstück (TAG24 berichtete).

Alexander P. wurde nicht zum ersten Mal auffällig: In einem Zwickauer Hotel hatte er zuvor eine Putzfrau zum Sex aufgefordert. Und kurz nach Weihnachten war er bei minus acht Grad ziellos 40 Kilometer durch Chemnitz gelaufen. Der Prozess wird fortgesetzt.

Der psychisch kranke Alexander P. (36) muss sich vor dem Landgericht Chemnitz wegen versuchten Totschlags verantworten.
Der psychisch kranke Alexander P. (36) muss sich vor dem Landgericht Chemnitz wegen versuchten Totschlags verantworten.  © Harry Härtel/Haertelpress

Titelfoto: Harry Härtel/Haertelpress

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