Urteil im Mammut-Prozess: Geschäftsmann kassiert Bewährung

Chemnitz - Vorläufiges Ende eines Mammut-Prozesses: Seit September 2017 wurde gegen den Stollberger Geschäftsmann Tobias B. (51) verhandelt. Der Vorwurf: Subventionsbetrug und Steuerhinterziehung (TAG24 berichtete). Jetzt kam das Urteil.

Tobias B. (51) bekam vom Landgericht Chemnitz eine Bewährungsstrafe aufgebrummt. Eine Revision wird derzeit geprüft.
Tobias B. (51) bekam vom Landgericht Chemnitz eine Bewährungsstrafe aufgebrummt. Eine Revision wird derzeit geprüft.  © Harry Härtel/Haertelpress

Tobias B. soll die Sächsische Aufbaubank SAB um mehr als vier Millionen Euro betrogen, außerdem beim Finanzamt eine Million Euro ergaunert haben.

Die Masche: Um Tonstudios einzurichten und Musiktechnik einzubauen, sollen Firmen aus England, der Schweiz und Deutschland überhöhte Rechnungen ausgestellt haben. Mit diesen Rechnungen soll sich der Geschäftsmann überzogene Förderungen der SAB erschlichen haben.

Am Ende waren fürs Landgericht Chemnitz rund eine Million Schaden beweisbar. Der Unternehmer wurde zu einem Jahr und elf Monaten Haft, ausgesetzt zur Bewährung, verurteilt. In weiteren Anklagepunkten wurde der Mann freigesprochen.

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Sowohl der Angeklagte als auch die Staatsanwaltschaft sind in Revision gegangen - jetzt prüft der Bundesgerichtshof, ob es zur Neuauflage des Prozesses kommt.

Titelfoto: Harry Härtel/Haertelpress

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