Eigentlich sollten sie in Chemnitz studieren: Chinesen spähten Kreditkarten aus

Chemnitz - Fast ein Jahr lang sollen zwei Chinesen mit Fahrkarten der Deutschen Bahn gehandelt und betrogen haben.

Stehen wegen Computerbetrugs vor dem Landgericht Chemnitz: Qiyuan H. (32, Mitte) und Ying X. (32, unter der Jacke).
Stehen wegen Computerbetrugs vor dem Landgericht Chemnitz: Qiyuan H. (32, Mitte) und Ying X. (32, unter der Jacke).  © Harry Härtel/Haertelpress

Die Angeklagten müssen sich vor dem Landgericht Chemnitz unter anderem wegen Computerbetrugs in 79 Fälle verantworten. Noch schweigen sie zu den Vorwürfen.

Der Betrug wirkt ausgeklügelt und professionell. Mit drei weiteren Komplizen sollen Qiyuan H. und Ying X. (beide 32) über 100 Bahntickets gekauft und anschließend billiger weiterverkauft haben. Der Ticket-Handel spielte sich laut Anklage online ab.

Ying X. soll Kunden an Land gezogen und den Weiterverkauf abgewickelt haben. Qiyuan H., Student der TU Chemnitz, soll von seiner Wohnung mittels Computer Kreditkartendaten ausgespäht und die Online-Tickets über das Reiseportal GoEuro besorgt haben. Kommuniziert wurde über den Messengerdienst WeChat.

Mit Rabatten zwischen 30 und 50 Prozent sollen die Tickets an die Endkunden gegangen sein. Es handelte sich laut Anklage um Reisen quer durch Deutschland sowie ins Ausland. Ying X. behielt angeblich 50 Prozent vom Gewinn. Insgesamt beläuft sich der Schaden auf 6576 Euro.

Die Verteidiger der Angeklagten kündigten am ersten Prozesstag eine mögliche Einlassung an. Das Urteil könnte Anfang März fallen.

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