Bahnstrecke Chemnitz-Leipzig frühestens in zehn Jahren elektrifiziert

Chemnitz - Die Bahnstrecke zwischen Chemnitz und Leipzig wird nach Angaben der Deutschen Bahn erst in frühestens zehn Jahren elektrifiziert sein.

Chemnitz hat keine Fernbahnanbindung.
Chemnitz hat keine Fernbahnanbindung.  © Sven Gleisberg

Er könne heute noch nicht sagen, wann der erste Spatenstich für den Ausbau erfolgen könne, sagte der Konzernbevollmächtigte für die Region Südost, Eckart Fricke, am Mittwoch nach einer Bürgerversammlung in Chemnitz. "Über eines sollten wir uns sicher sein: Ein Zeitziel wird mit Sicherheit Ende der 2020er, Anfang der 2030er Jahre sein", betonte er.

Für den Ausbau der Strecke gibt es zwei Trassenvarianten, die derzeit untersucht werden. Der Bund hat nach einer Kosten-Nutzen-Rechnung den Verlauf über Borna in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen.

Der Grund sei, dass dort bis Geithain bereits ein Fahrdraht hänge, sagte Fricke. Der Freistaat Sachsen und die Bahn favorisieren die Strecke über Bad Lausick. Dies scheine der attraktivere Weg zu sein, so Fricke.

Chemnitz, drittgrößte Stadt Ostdeutschlands, hat keine Fernbahnanbindung. Die Elektrifizierung der Strecke nach Leipzig ist Voraussetzung für eine eine IC- oder gar ICE-Verbindung. "Es geht nicht nur um eine Elektrifizierung, sondern um eine Anbindung an den Fernverkehr im Idealfall in alle vier Richtungen", sagte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) bei der Veranstaltung.

Titelfoto: Sven Gleisberg

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