"Bad Banks"-Darstellerin (32) aus Chemnitz ist Sachsens härteste Schauspielerin

Chemnitz - Vergangenes Jahr startete Schauspielerin Mai Duong Kieu in der Serie "Bad Banks" richtig durch. Die 32-jährige Chemnitzerin sieht vor der Kamera nicht nur richtig gut aus, sondern hat auch ein paar schlagende Argumente. Die gebürtige Vietnamesin ist (fast) Meisterin im Kung Fu.

Mai Duong Kieu (32) betreibt seit ihrer Kindheit Kung Fu. Das Talent hat sie von ihrem Vater geerbt.
Mai Duong Kieu (32) betreibt seit ihrer Kindheit Kung Fu. Das Talent hat sie von ihrem Vater geerbt.  © imago images/Star-Media

Mai zog mit fünf Jahren von der nordvietnamesischen Provinz Bắc Ninh mit ihrer Mutter nach Chemnitz, ihr Vater kam bereits 1988 als Kontraktarbeiter in die DDR.

"Ich kann mich aber noch sehr gut an die ersten Jahre in Vietnam erinnern, wie ich mit meiner Oma auf dem Reisfeld stand", sagt die 32-Jährige. Chemnitz war dann ein ordentliches Kontrastprogramm. "Ich habe zuvor ja noch nie hellhäutige und blauäugige Menschen gesehen."

In der Kung-Fu-Schule ihres Vaters in Chemnitz stand sie oft bei Performances auf der Bühne. "Als Tochter des Meisters war ich zwangsläufig gut", lacht die Schauspielerin. Ihr Theaterdebüt gab sie 2013 in einer Neuauflage von Goethes "Faust" am Stadttheater Chemnitz.

Mit 20 Jahren wurde sie von ihrem damaligen Agenten auf Myspace entdeckt. Es folgten Engagements für Kino und Fernsehen, etwa in "Mein Schwiegervater, der Stinkstiefel", "Die Kanzlei" oder in "Wir sind jung. Wir sind stark".

Bad Banks 2 bereits abgedreht!

Mit der ZDF-Erfolgsserie "Bad Banks" gelang Mai Duong Kieu der Durchbruch.
Mit der ZDF-Erfolgsserie "Bad Banks" gelang Mai Duong Kieu der Durchbruch.  © ZDF und Ricardo Vaz Palma

Der große Durchbruch kam mit der Erfolgsserie "Bad Banks". Die ZDF-Produktion wurde zum Überraschungshit, hatte in der Mediathek eine Woche nach Veröffentlichung bereits 1,3 Millionen Abrufe. Mai Duong Kieu spielt in der Serie die Bankerin Thao Hoang, die kühle Antagonistin der Hauptfigur.

Zweieinhalb Jahre lebte Mai Duong Kieu in Berlin - der Schauspielerei wegen. Nun ist sie nach Leipzig gezogen. "Ich habe gemerkt, dass es mir in der Nähe meiner Familie besser geht."

In Chemnitz betreibt ihr Vater, der selber Kung-Fu-Meister ist, eine Kampfkunstschule. Auch Mai hat so gut wie die höchste Stufe erreicht. "Kung Fu ist kein Kampfsport, sondern Kampfkunst", sagt Mai. "Dabei lernt man, sich auf eine Sache in voller Aufmerksamkeit zu konzentrieren. Und das kann ich sehr gut auf den Alltag und auch auf mein Schauspiel übertragen."

Im Frühjahr wurde die zweite Staffel "Bad Banks" abgedreht. Derzeit ist Mai Duong Kieu auch im Kino bei "TKKG" als zwielichtige Amanda zu sehen. Übrigens: Wer sich von Mais Kampfkünsten überzeugen will, schaut einfach auf ihrem Instagram-Profil vorbei.

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