Nach Brandanschlag: "Mangal" wird nicht wieder öffnen, Besitzer verlässt die Stadt

Chemnitz - Nach dem schweren Brandanschlag im Oktober wird das türkische Restaurant "Mangal" in Chemnitz nicht wieder öffnen. Wirt Ali Tulasoglu (47) verlässt die Stadt.

Ali Tulasoglu (47) will kein neues Restaurant in Chemnitz eröffnen.
Ali Tulasoglu (47) will kein neues Restaurant in Chemnitz eröffnen.  © Harry Härtel/Haertelpress

Laut mehrerer, übereinstimmender Medienberichte, bleibt das "Mangal" dauerhaft geschlossen. Es sei dem Wirt zu gefährlich, das Lokal wieder zu eröffnen, bestätigte Ali Tulasoglu der Freien Presse. Der 47-Jährige will sich nun um sein Kebap- und Pizza-Haus in Frankenberg kümmern.

Der Anschlag passierte in der Nacht zum 18. Oktober. Unbekannte waren in das Restaurant im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses eingedrungen, hatten Benzin ausgekippt und dann Feuer gelegt. Der Gastraum wurde vollkommen zerstört.

Glück im Unglück hatten die Bewohner des Mehrfamilienhauses. Sie wurden rechtzeitig evakuiert und blieben unverletzt.

Die Ermittlungen wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung dauern noch an.

In den Wochen zuvor war es zu mehreren Anschlägen auf Restaurants in Chemnitz gekommen: Ende August attackierte eine rechte Gruppierung das jüdische Restaurant "Schalom", Anfang Oktober wurde der Inhaber eines persischen Lokals in der Promenadenstraße von Unbekannten attackiert und verletzt.

Das "Mangal" wurde bei dem Brandanschlag komplett zerstört.
Das "Mangal" wurde bei dem Brandanschlag komplett zerstört.  © Harry Härtel/Haertelpress

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