Ab 1. März gilt die Masern-Impfpflicht! Das droht Chemnitzern bei Verstößen

Chemnitz - Am 1. März tritt bundesweit die Masernimpfpflicht an Schulen und Kitas in Kraft. Die Stadt Chemnitz ist nach eigenen Aussagen gut darauf vorbereitet.

Ab dem 1. März gilt bundesweit die Masernimpfpflicht. (Symbolbild)
Ab dem 1. März gilt bundesweit die Masernimpfpflicht. (Symbolbild)  © Julian Stratenschulte/dpa

"Die Schulen und Kitas sind vorbereitet, wir haben sie informiert und ihnen ‎Musterdokumente, Aushänge und Fragen-Antwort-Kataloge zur Verfügung gestellt", sagte Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) am Montag.

Zwar bedeute die Umsetzung der Regelung zusätzlichen Aufwand für die Einrichtungen. "Aber wir sind hier in der Pflicht. Mehr Schutz für unsere Kinder rechtfertigen die ‎Impfpflicht und Bürokratie‎."

Allerdings geht das Gesundheitsamt davon aus, dass vor allem die fachliche Umsetzung Schwierigkeiten bereiten könnte. Die Varianten des Immunschutzes seien so komplex, dass es ‎für Nichtfachleute schwierig sei, die Entscheidung in jedem Einzelfall zu treffen.

Das betrifft etwa die Bewertung von ausländischen Impfdokumenten, fehlende Impfnachweise oder angeblich durchgemachte Erkrankungen.

Die Impfpflicht für Masern für Kinder in Kitas und Schulen kommt laut Gesetz am 1. März. Eltern müssen von da an vor der Aufnahme nachweisen, dass ihre Kinder geimpft sind. Für Kinder, die schon zur Kita oder zur Schule gehen, muss der Nachweis bis zum 31. Juli 2021 erfolgen. Während Kitas und Tagesmütter ungeimpfte Kinder abweisen sollen, ist das laut Kultusministerium an Schulen wegen der geltenden Schulpflicht nicht möglich. Wenn Eltern ihr Kind nicht impfen lassen wollen, droht ihnen in letzter Konsequenz ein Bußgeld bis 2500 Euro.

Im vergangenen Jahr hatte es nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) sieben Masernfälle in Sachsen gegeben. In diesem Jahr sind bisher keine Masernerkrankungen bekannt.

Titelfoto: Julian Stratenschulte/dpa

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