Chemnitz bangt ums Mercure. Hotelchef wirbt für...

Das höchste Gebäude in Chemnitz - das Mercure-Hotel - steht angeblich zum Verkauf, weil der Eigentümer insolvent sein soll.
Das höchste Gebäude in Chemnitz - das Mercure-Hotel - steht angeblich zum Verkauf, weil der Eigentümer insolvent sein soll.

Von Doreen Grasselt

Chemnitz - Wird das Mercure-Hotel verkauft? Angeblich ist der Eigentümer pleite. Dabei hat die Stadt doch große Pläne für ein gigantisches 20-Millionen-Euro-Kongresszentrum, von dem auch das Hotel profitieren dürfte. Was wird denn nun aus dem höchsten Gebäude von Chemnitz?

Bereits im Sommer 2013 vermeldete die Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung (AHGZ) den Verkauf aller Interhotels durch die US-Investmentgesellschaft Blackstone.

Die sei nach einem Bericht der Freien Presse pleite.

Laut Betreibergesellschaft Event-Hotelgruppe ist eine Entscheidung über den Eigentümerwechsel noch nicht gefallen.

Hoteldirektor Helmut Apitzsch (64) kann seine Pläne erst nach der Klärung der Eigentumsverhältnisse umsetzen.
Hoteldirektor Helmut Apitzsch (64) kann seine Pläne erst nach der Klärung der Eigentumsverhältnisse umsetzen.

Solange die Eigentumsverhältnisse nicht geklärt sind, kann auch Hoteldirektor Helmut Apitzsch (64) viele Vorhaben nicht umsetzen: „Chemnitz könnte gut das Segment Tagungen und Seminare für 800 bis 1000 Leute besetzen“, erklärt der Dehoga-Präsident.

„Uni, Stadt und medizinische Einrichtungen könnten da gemeinsam zur positiven Entwicklung beitragen.“ In Sachen Tourismus hält Apitzsch auch eine Zusammenarbeit mit dem Erzgebirge für sinnvoll.

Die Fraktionen sind sich einig, dass das Mercure zum Stadtbild gehört und keinesfalls verschwinden darf. „Das Mercure birgt viele Erinnerungen und gehört zu Chemnitz“, findet Linke-Chefin Susanne Schaper (37).

FDP-Fraktions-Chef Dieter Füsslein (75) pflichtet bei: „Hotel, Kongresszentrum, Eigentümer und Stadt müssen sich gemeinsam um eine Stabilisierung bemühen. Die Innenstadt ist nämlich ohne das Mercure schwer vorstellbar.“

Fotos: Eric Münch, Heinz Patzig


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