Nach Chemnitz: CDU fordert Messerverbot in deutschen Innenstädten

Chemnitz - Nach den rechtsextremen Demos (TAG24 berichtete) in Chemnitz geht die Debatte weiter. Vize-Ministerpräsident Martin Dulig (44, SPD) bekräftigte, dass Geflüchtete durch die Stadt getrieben wurden: "Das ist real." Der Koalitionspartner im Landtag konterte mit einem konkreten Vorschlag.

Nach der Tötung eines Mannes in Chemnitz wurden Blumen und Kerzen am Tatort niedergelegt. CDU-Fraktions-Vize Stephan Meyer (37) will in deutschen Innenstädten ein Messerverbot.
Nach der Tötung eines Mannes in Chemnitz wurden Blumen und Kerzen am Tatort niedergelegt. CDU-Fraktions-Vize Stephan Meyer (37) will in deutschen Innenstädten ein Messerverbot.  © DPA / PR

Die CDU fordert ein Messerverbot in deutschen Innenstädten - als Lehre aus dem tragischen Tod des Chemnitzers Daniel H. (†35) und aus Vorkommnissen in anderen deutschen Städten. CDU-Fraktionsvize Stephan Meyer (37):

"Niemand braucht eine Stichwaffe in einer Fußgängerpassage." Wer damit erwischt werde, müsse bestraft werden.

Derweil hält die Kritik an Ministerpräsident Michael Kretschmer (43, CDU) an. Er hatte in seiner Regierungserklärung behauptet: "Es gab keinen Mob, es gab keine Hetzjagd, es gab kein Pogrom in Chemnitz."

Mindestens das mit dem Mob sehen viele anders. Auch Dulig.

"Man spürt richtig die Gewalt, die dort von den Leuten ausgegangen ist. Das betrifft Journalisten und Polizisten, aber auch viele Menschen, die als Fremde wahrgenommen oder so gesehen werden", so Dulig bei "Stern TV".

Auch Kanzlerin Angela Merkel (64, CDU) hatte ihre Verurteilung der Ausschreitungen bekräftigt. Es habe Bilder gegeben, die "sehr klar Hass und damit auch die Verfolgung unschuldiger Menschen" gezeigt hätten.


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