Er missbrauchte seine eigenen Töchter und steht jetzt wieder vor Gericht

Pascoal U. (48) beteuerte am Dienstag ausführlich seine Unschuld.
Pascoal U. (48) beteuerte am Dienstag ausführlich seine Unschuld.  © Haertelpress

Chemnitz - Er sitzt bereits wegen Kindesmissbrauchs im Knast. Jetzt ein neuer Prozess, wieder geht es um ein missbrauchtes Mädchen. Doch für Pascoal U. (48) ist klar: "Das ist alles eine Verleumdung, eine Intrige."

Das Landgericht Chemnitz muss eine verzwickte Familiengeschichte bewerten. Der Angeklagte kam 1987 aus Mosambique nach Deutschland. Hier heiratete er eine Landsfrau, bekam mit ihr zwei Kinder.

"Dann sollte ich mit ihrer Schwester ein Kind zeugen", erzählte der Angeklagte. "Damit sie auch in Deutschland bleiben kann." Der Textilarbeiter lehnte ab. Die Schwester fand alsbald einen anderen Mann, bekam von ihm eine Tochter.

Im August 2009 soll Pascoal U. dieses Kind (damals 11) mit dem Finger unsittlich berührt haben. Jahrelang schwieg das Mädchen laut Anklage, offenbarte sich erst 2015 einer Freundin an.

Da saß Pascoal U. schon im Knast - er hatte vier Jahre Haft kassiert, weil er laut seiner mittlerweile geschiedenen Frau seine beiden leiblichen Töchter missbraucht haben soll.

Für den Mann eine Intrige seiner Ex-Frau und deren Schwester: "Meine Tochter besucht mich im Knast, schickt mir Sachen. Ich kann nicht gestehen, was ich nicht gemacht habe."

Das neue mutmaßliche Opfer sagte am Dienstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus. Der Prozess wird fortgesetzt. Pascoal U. drohen mindestens zwei Jahre Haft.


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