Mit dem Schilfboot übers Schwarze Meer: Abora-Kapitän setzt wieder die Segel

Stollberg - Der Countdown für die vierte "Abora"-Expedition läuft: Das Schilfboot soll Anfang Juli im Schwarzen Meer die Segel setzen. "In den kommenden zwei Wochen wird sich entscheiden, ob wir wie geplant in Sotschi starten können", sagte Experimental-Archäologe Dominique Görlitz (52).

Experimentalarchäologe Dr. Dominique Görlitz (52) will im Juli über das Schwarze Meer segeln, um alte Handelsrouten nachweisen.
Experimentalarchäologe Dr. Dominique Görlitz (52) will im Juli über das Schwarze Meer segeln, um alte Handelsrouten nachweisen.  © Klaus Jedlicka

Rund 3000 Kilometer über das Schwarze Meer, durch den Bosporus bis ins Mittelmeer nach Kreta liegen vor dem zwölfköpfigen Team aus acht Nationen. Mit der neuen Expedition will Görlitz alte Handelsrouten nachweisen.

Noch wartet das bislang nur in Teilen vorgefertigte Boot allerdings in Bolivien auf seine Ausfuhr. Außerdem gäbe es Probleme mit dem Containerschiff, das das Boot nach Europa bringen soll. Dennoch geht Görlitz davon aus, dass der weitere Zeitplan zu halten ist. Derzeit telefoniert Görlitz fast täglich mit russischen Behörden, um eine Genehmigung für das Forschungsprojekt zu erhalten.

Es ist bereits das vierte Projekt dieser Art. Mit "Abora I" segelte Dominique Görlitz schon 1999 von Sardinien über Korsika bis Elba. Im Nachgang der Überfahrt soll in Stollberg im Schloss Hoheneck eine interaktive Ausstellung über die Mission und die Forschungsarbeit des Teams eingerichtet werden.

Marcel Schmidt, Oberbürgermeister von Stollberg.
Marcel Schmidt, Oberbürgermeister von Stollberg.  © Klaus Jedlicka

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